Verhandlungen aufnehmen

Kieler Landtag für Stilllegung von Krümmel und Brunsbüttel

Zehn Tage vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat der Landtag in Kiel die Stilllegung der Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel gefordert. Die Landesregierung wird aufgefordert, Verhandlungen mit den AKW-Betreibern aufzunehmen, um eine "sofortige endgültige Schließung" zu erreichen.

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Kiel (afp/red) - Für einen entsprechenden Antrag stimmte am Donnerstag die Mehrheit von SPD, Grünen und Südschleswigschem Wählerverband (SSW), wie eine Landtagssprecherin mitteilte. Die CDU-Landtagsfraktion votierte dagegen, die FDP enthielt sich.

In dem Beschluss fordert das Parlament die Landesregierung auf, unverzüglich in weitere Verhandlungen mit den Konzernen Vattenfall und Eon als Betreiber der beiden Atommeiler einzutreten. Ziel solle sein, eine "sofortige endgültige Schließung" der Akw Krümmel und Brunsbüttel zu erreichen. Im Fall Krümmel wird die Landesregierung zudem aufgefordert, alle rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen und auszuschöpfen, um wegen der "häufigen, erheblichen und fortgesetzten Störfälle" eine endgültige Stilllegung des Reaktors zu erwirken.

Der Landtag in Kiel wird zeitgleich mit der Bundestagswahl am 27. September vorzeitig neu gewählt, nachdem das schleswig-holsteinische Regierungsbündnis aus CDU und SPD zerbrochen war.