Windenergie

KGW Schwerin entwickelt Kompaktanlage mit Meerwasserentsalzung

Ziel des Projektes ist es, Strom und Wasser gleichzeitig bereitzustellen. Die Brennstoffzelle zur Überbrückung windstiller Zeiten und der Elektrolyseur zur Wasserstoffgewinnung werden im Turm der Windkraftanlage integriert. Die Meerwasserentsalzungsanlage soll in eine Container-Konstruktion unter dem Turm eingebaut werden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Die KGW Schweriner Maschinenbau GmbH will bis Ende nächsten Jahres eine neuartige Windkraft-Energie-Kompaktanlage entwickeln. Geplant ist dabei eine Kombination aus einer Windkraftanlage, einer Meerwasserentsalzungsanlage, einem Elektrolyseur und einer Brennstoffzelle. Die Anlagen sollen unabhängig vom öffentlichen Versorgungsnetz, Dieselmotoren oder herkömmlichen dezentralen Windenergieanlagen betrieben werden. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Entwicklung eines autarken Systems. "KGW ist ein marktführendes Unternehmen der sich entwickelnden Offshore-Windkraftanlagenindustrie Mecklenburg-Vorpommerns", sagte Wirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet gestern beim Besuch des Unternehmens.

Für die wirtschaftlich unabhängige Anlage soll eine Kombination mit weiteren Energiequellen zusätzlich zur Windenergie entwickelt werden, um bei ungünstigen Windverhältnissen den Betrieb der Entsalzungsanlage in vollem Umfang aufrecht zu erhalten. Ziel des Projektes ist es, Strom und Wasser gleichzeitig bereitzustellen. Die Brennstoffzelle zur Überbrückung windstiller Zeiten und der Elektrolyseur zur Wasserstoffgewinnung werden im Turm der Windkraftanlage integriert. Die Meerwasserentsalzungsanlage soll in eine Container-Konstruktion unter dem Turm eingebaut werden, die gleichzeitig als Anlagenfundament dient. Derzeit existieren diese vier Komponenten nur als einzeln arbeitende Anlagen.