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Kerntechnisches Regelwerk wird abgelöst

Die Grundlagen für die Sicherheit von Kernkraftwerken wurden in einem mehrjährigen Prozess unter Steuerung des Umweltministeriums entwickelt. Seit 2003 hatten etwa 60 Atomexperten maßgeblicher Forschungsinstitute das neue Regelwerk erarbeitet. Es entstanden auf insgesamt mehr als 450 Seiten elf Regeltextmodule.

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Berlin (red) - Mit der Erarbeitung eines neuen Regelwerks für den Betrieb von Atomkraftwerken will das Bundesumweltministerium die Sicherheitsanforderungen für diese Anlagen auf den neuesten Stand bringen. Das neue Regelwerk mit dem Titel "Grundlagen für die Sicherheit von Kernkraftwerken" wird das veraltete noch aus den siebziger und achtziger Jahren stammende kerntechnische Regelwerk ablösen.

Die Grundlagen für die Sicherheit von Kernkraftwerken wurden in einem mehrjährigen Prozess unter Steuerung des Umweltministeriums entwickelt. Seit 2003 hatten etwa 60 Atomexperten maßgeblicher Forschungsinstitute, darunter die Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS), das Öko-Institut und das Physiker-Büro Bremen, das neue Regelwerk erarbeitet. In fast 23 000 Arbeitsstunden verglichen die Experten das bestehende Regelwerk mit den vorliegenden Erfahrungen aus der Praxis, aber auch mit dem internationalen Stand von Wissenschaft und Technik. Aus diesem Vergleich entstanden auf insgesamt mehr als 450 Seiten elf Regeltextmodule.

Im Dezember 2004 hatte das Bundesumweltministerium das Konzept und die Eckpunkte des Vorhabens den Aufsichtsbehörden der Länder und ihren Sachverständigen, der Reaktor-Sicherheitskommission sowie Betreibern und Herstellern vorgestellt. In einem Internet-Kommentierungsprozess, der jedem Interessierten offen stand, sind alle bis zum 1. August 2005 eingegangenen 2300 Kommentare bearbeitet und in den vorliegenden Regeltextentwürfen berücksichtigt worden.

Die endgültige Veröffentlichung der neuen Regeln ist nach einem abschließenden Erörterungsprozess mit Betreibern sowie mit den Ländern für Mitte 2006 vorgesehen.

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