Untersuchung

Kernkraftwerke in Baden-Württemberg überstehen Stromausfälle

Baden-Württemberg hat ergänzend zur routinemäßigen atomrechtlichen Aufsicht vorsorglich die Funktionsfähigkeit seiner kerntechnischen Anlagen bei Netzstörungen bis hin zu einem völligen Stromausfall ("Blackout") vertieft überprüft. Ergebnis: Alle Kraftwerke sind gegen einen längeren Stromausfall gut gerüstet.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Stuttgart (red) - Laut einer Untersuchung des baden-württembergischen Umwelt- und Verkehrsministeriums sind die Kernkraftwerke des südlichen Bundeslandes gegen Stromausfälle gewappnet. Die entsprechende Untersuchung stellte der baden-württembergische Umwelt- und Verkehrsminister Stefan Mappus gestern in Stuttgart vor.

Die Studie nahm insbesondere die Anlagentechnik unter die Lupe und prüfte, wie sich ein lang anhaltender Stromausfall auf die Sicherheit in Kraftwerken auswirkt. "Auch wenn in Deutschland nicht mit großflächigen Stromausfällen zu rechnen ist, wissen wir nun, dass die Kernkraftwerke für den Fall der Fälle gerüstet sind", erläuterte Mappus.

Das Problem bei großflächigen Stromausfällen: Kernkraftwerke müssen auch in abgeschaltetem Zustand sowie bei und nach Störfällen dauerhaft gekühlt werden, damit die Nachzerfallswärme des Reaktorkerns abgeführt werden kann. "Eine zuverlässige Stromversorgung ist somit zwingend erforderlich. Die Kernkraftwerke sind deshalb stets auf mehreren Spannungsebenen an das Verbundnetz angekoppelt und verfügen über eine eigene Notstromversorgung für den Fall eines vollständigen Ausfalles des Verbundnetzes", beschreibt Mappus die aktuelle Lage. "Die vorsorglich durchgeführte Überprüfung hat ergeben, dass die baden-württembergischen Kernkraftwerke auch bei Stromausfällen, wie sie sich in jüngster Zeit in Nordamerika und Europa ereignet haben, sicher funktionieren", betonte Minister Mappus abschließend.