Vorläufig abgeschaltet

Kernkraftwerk Philippsburg beginnt mit der Revision im Block 1

Die EnBW führt im Block 1 des Kernkraftwerks Philippsburg derzeit eine planmäßige Revision durch. Aus diesem Grund ist der Reaktor für etwa drei Wochen abgeschaltet.

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Der Block 1 des Kernkraftwerks Philippsburg der EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit einer elektrischen Leistung von etwa 900 Megawatt wurde gestern planmäßig zur diesjährigen Revision und zum Brennelementewechsel heruntergefahren.


Der Siedewasserreaktor war seit der letzten Revision im Juni 2000 mehr als elf Monate mit einer Zeitverfügbarkeit von nahezu 100 Prozent in Betrieb. Etwa sieben Milliarden Kilowattstunden konnten dabei erzeugt werden. Dies entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von fast drei Millionen Durchschnittshaushalten. Außer dem planmäßigen Austausch von verbrauchten Brennelementen werden wie üblich in dieser Revision umfangreiche Prüfungs- und Inspektionsarbeiten an Pumpen, Ventilen, Rohrleitungen und elektrischen Einrichtungen durchgeführt. Zu den Revisionsarbeiten gehört dieses Mal auch der umfassende Dichtheitstest des Reaktorsicherheitsbehälters, in dem sich der Reaktordruckbehälter mit den Brennelementen befindet. Etwa 1000 zusätzliche Fremdfirmen-Mitarbeiter sind zur Unterstützung des kraftwerkseigenen Personals eingesetzt. Der TÜV und die Aufsichtsbehörden überwachen die Arbeiten und kontrollieren vor dem Wiederanfahren die sicherheitstechnische Funktionstüchtigkeit der Anlage.