Routinearbeiten

Kernkraftwerk Neckarwestheim: Block I für jährliche Revision vom Netz

Der Block I des Kernkraftwerks Neckarwestheim (GKN I) wurde am vergangenen Wochenende für die jährliche Revision planmäßig vom Netz genommen. In den kommenden Wochen werden Prüf- und Instandhaltungstätigkeiten durchgeführt und der Reaktorkern mit neuen Brennelementen beladen.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Karlsruhe (red) - Während der Revision werde man überwiegend mit Routinearbeiten beschäftigt sein, so Helmut Scherla, Leiter der Anlage Block I. Eines der wichtigsten größeren Projekte sei "der Einbau einer neuen Hochdruckturbine zur Produktion von Drehstrom". Während der Revision werden rund 1.200 Mitarbeiter von Hersteller- und Spezialfirmen das Revisions-Team des GKN unterstützen. Für die gesamte Mannschaft stehen etwa 5.000 einzelne Tätigkeiten auf dem Programm.

"Die jährliche Revision ist ein wichtiger Grundpfeiler in unserer Sicherheitsphilosophie", bekräftigt Wolfgang Heni, kaufmännischer Geschäftsführer des GKN und der EnBW Kernkraft GmbH. "Gleichzeitig unterstreichen wir damit unsere Absicht, Block I über das Jahr 2009 hinaus zu betreiben", ergänzt Heni mit Verweis auf den im Dezember 2006 gestellten Antrag auf Übertragung von Reststrommengen von GKN II auf GKN I.

Die Revisionsarbeiten finden unter der Aufsicht des Umweltministeriums Baden-Württemberg statt und werden im Auftrag des Ministeriums von Gutachtern des TÜV, der KeTAG (Kerntechnik-Gutachterarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg) und der MPA (Staatlichen Materialprüfungsanstalt, Stuttgart) begleitet.

Der Block I des Kernkraftwerks Neckarwestheim ist ein Druckwasserreaktor mit einer elektrischen Leistung von 840 Megawatt. Die Anlage ging 1976 in Betrieb und hat im Jahr 2006 über sechseinhalb Milliarden Kilowattstunden Strom produziert.