Zusage

Kernenergieforschung in Aachen und Jülich wird ausgebaut

Die nordrhein-westfälische Landesregierung baut die Kernenergieforschung an der Universität Aachen und dem Forschungszentrum Jülich aus. Forschungsminister Andreas Pinkwart (FDP) gab am Dienstag in Düsseldorf die weitere Förderung der bestehenden drei Professuren und die Einrichtung einer weiteren bekannt.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Die drei Professuren für die Gebiete Sicherheit, Entsorgung und Reaktortechnik hätten nach Willen der rot-grünen Vorgängerregierung auslaufen sollen, sagte Pinkwart. Das Land finanziert zwei der Lehrstühle mit insgesamt 240.000 Euro pro Jahr. Die anderen beiden werden von der Hochschule und dem Forschungszentrum unterhalten.

Zudem fließen in den kommenden fünf Jahren 3,5 Millionen Euro vom Energieunternehmen RWE Power AG und der ThyssenKrupp Steel AG für Mitarbeiter und Sachmittel, wie der Minister erläuterte. Er mahnte, solange in Deutschland Kernkraftwerke betrieben würden und das Land Kerntechnologie exportiere, dürfe es sich nicht aus der Forschung zurückziehen. Durch die Politik der Vorgängerregierung habe hier ein "Fadenriss" gedroht. Der Politiker bekräftigte seine Forderung nach längeren Laufzeiten für Kernkraftwerke als "Übergangstechnologie".

"Wenn Deutschland bei der Ausarbeitung internationaler Sicherheitsstandards für die weltweit mehr als 440 Kernkraftwerke seine führende Rolle behalten will, müssen wir auch in Forschung und Entwicklung führend bleiben", betont Gerd Jäger, Vorstand der RWE Power für Kernkraftwerke und Regenerative Energien. Da nach heutiger Rechtslage die Kernenergie in Deutschland bis über das Jahr 2020 hinaus fester Bestandteil im Energiemix ist und zudem für den sicheren Rückbau von Anlagen hochqualifiziertes Personal benötigt werde, sei der Bedarf an Nachwuchs nach wie vor groß, und die Chancen auf einen langfristig sicheren Arbeitsplatz auch in Deutschland gut.

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