Unbundling

KEMA gibt Software ab und bleibt Prüfinstanz

Mit dem Verkauf der eigenen EDI-Software wahrt die niederländische KEMA, die Betreiberin der EDNA-Testmaschine, ihre Neutralität als unabhängige Prüfinstanz. Aus Sicht der EDNA-Initiative ein begrüßenswerter Schritt, der den Wert des EDNA-Qualitätssiegels deutlich steigert.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Ulm (red) - Mit dem Verkauf ihrer EDI-Software wahrt KEMA Consulting, die Betreiberin der EDNA-Testmaschine, ihre Neutralität als Prüfinstanz für die Energielogistik im liberalisierten Energiemarkt. Deswegen begrüßt die EDNA-Initiative die Übernahme der Lösung durch ein anderes EDNA-Mitglied ausdrücklich. Mit dem Schritt folgen die beiden EDNA-Mitgliedsunternehmen dem Gedanken des Unbundling, in diesem Falle dem Entflechten von Prüfer und Geprüftem.

Die KEMA Consulting (Arnheim), Betreiber der EDNA-Testmaschine zum Prüfen und Zertifizieren der elektronischen Datenkommunikation im europäischen Energiemarkt, könne sich nun konfliktfrei auf die wichtige Rolle als unabhängige Prüfinstanz für die Energielogistik konzentrieren, erläutert die EDNA-Initiative ihren Standpunkt. Der Dienst helfe bei der Erstellung von Regularien für die Geschäftsprozesse und der Kommunikationsstandards, bei der Entwicklung der dazu erforderlichen IT-Systeme wie auch bei den Abnahmen beim Hersteller. Auch bei eventuellen Konflikten im elektronischen Datenaustausch könne mit dem von überall her nutzbaren Dienst rasch die Ursache zweifelsfrei festgestellt werden.