Trotz vorzeitigem Ende im Saarland

Keine längeren Laufzeiten für NRW-Bergwerke

Das um zwei Jahre vorgezogene Aus der RAG-Zeche im saarländischen Ensdorf wird nicht zu einer Verlängerung der Laufzeiten von NRW-Bergwerken führen. Bundeswirtschaftsministerium und NRW-Wirtschaftsministerium hätten sich auf eine Absage an entsprechende Überlegungen der RAG verständigt.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Der Steinkohle-Förderer RAG musste auf Grund des Bebens im Saarland die Zeche Ensdorf bereits 2012 statt 2014 zur Schließung vorsehen und machte daher einen erhöhten Stilllegungsaufwand geltend. Den wollte die RAG ausgleichen, indem sie das Bergwerk Ost in Hamm bis Ende 2010 statt wie geplant bis Ende 2009 laufen lässt.

Wie aus internen Unterlagen der befassten Landesministerien hervorgeht, lehnt die öffentliche Hand eine Verlängerung ab, berichtet die Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Bund und Land kommen der RAG allerdings entgegen, indem sie dem Unternehmen gestatten, bis 2018 drei Millionen Tonnen mehr Steinkohle in NRW zu fördern als geplant. Damit erhalte die RAG die entsprechenden Subventionen, die durch die vorzeitige Schließung im Saarland verloren gehen. Zudem werde der RAG gestattet, den Stilllegungsaufwand der Zeche Saar bilanziell auf sechs Jahre zu strecken.