Keine EU-Regelung für Kraftwerksemissionen möglich

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com
Die EU-Umweltminister konnten sich bei ihrem letzten Ratstreffen nicht auf eine Halbierung der Grenzwerte für Stickstoffoxide, Schwefeldioxid- und Staubemissionen bei Großfeuerungsanlagen einigen. Diese Änderung der bestehenden Richtlinie sei nötig, da die Regelung aus dem Jahr 1988 stamme und sich nur auf die ab diesem Datum neu gebauten Kohle- und Ölkraftwerke beziehe. Dies berichtet die Berliner "tageszeitung".


Die älteren Anlagen verursachten derzeit jedoch 85 Prozent aller Schwefeldioxid- und 70 Prozent aller Stickstoffoxid-Emissionen. Eine Neufassung der Richtlinie sei daher nach dem deutschen Umweltminister Jürgen Trittin dringend nötig. Jedoch würden die Entwürfe von Griechenland, Spanien und Großbritannien abgeblockt, denn Strom könne dort ohne Umweltauflagen billiger produziert werden. Deutschland und die Skandinavier hätten ihre Anlagen aufwendig nachgerüstet und müssten ihren Strom daher vergleichsweise teuer verkaufen.


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