600 Proben genommen

Keine erhöhte Radioaktivität im Umkreis der Asse

Im Umkreis des Atommülllagers Asse im Landkreis Wolfenbüttel gibt es keine erhöhten radioaktiven Belastungen. Wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) am Freitag mitteilte, haben vier Institutionen unabhängig voneinander fast 600 Proben untersucht und nur unbedenkliche Messergebnisse feststellen können.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Salzgitter (ddp/red) - Es seien keine Belastungen von Boden, Luft, Wasser und landwirtschaftlichen Produkten festgestellt worden. Alle Messergebnisse seien unbedenklich und lägen im Bereich der natürlichen Umweltradioaktivität, sagte ein BfS-Sprecher. Alle Proben hätten sich insgesamt hinsichtlich möglicher Radionuklide aus dem Endlager Asse als unbelastet erwiesen. Die Werte im Umfeld der Asse seien mit denen aus anderen Bereichen Deutschlands vergleichbar.

Die Proben wurden den Angaben zufolge in einem Umkreis von einem, fünf und 20 Kilometern um die Asse herum entnommen. Im 20-Kilometer-Umkreis liegen unter anderem die Städte Braunschweig, Königslutter, Schöningen, Osterwieck und Salzgitter, im Fünf-Kilometer-Umkreis unter anderem Wolfenbüttel und Schöppenstedt.

Die Schachtanlage Asse war Anfang 2009 als Endlager für radioaktive Abfälle in das Atomrecht überführt worden, das BfS wurde Betreiber der Anlage. In dem ehemaligen Salzbergwerk lagern etwa 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll.