Kein gelber Strom in Köln

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Erste Probleme für die EnBW und ihren "Yello"-Strom: Die Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke Köln AG (GEW) verweigert dem Baden-Württembergischen Unternehmen die Durchleitung des Stroms, der angeblich die Farbe gelb haben soll. Diese drastischen Maßnahmen kündigte GEW-Vorstandssprecher Fritz Gautier gestern in Köln an. Der Grund: Die EnBW bezieht auch Strom aus Österreich und Frankreich, in diesen Ländern gibt es aber noch keinen liberalisierten Strommarkt. Nach bundesdeutschem Energiewirtschaftsrecht muss der Strom aus noch nicht liberalisierten Ländern aber nicht durchgeleitet werden, vorallem um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Gautier erklärt das Vorgehen seines Unternehmens so: "Es ist nicht einzusehen, dass wir subventionierten französischen Strom aus Kernkraftwerken in unser Netz zu Lasten den umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplung einspeisen sollen". In Frankreich beispielsweise ist ein Öffnung des Marktes erst für 2009 angekündigt.


Die GEW ist richtig sauer: Sie will gegen irreführende Werbeaussagen von Yello-Strom notfalls auch juristisch vorgehen. Mit ihr seien bisher keine Verhandlungen über Durchleitung oder Abrechnung geführt worden. Deshalb sei die Werbeaussage falsch, denn in Köln können, beim heutigen Stand der Dinge, keine Neukunden beliefert werden.