AKW-Geschäfte im Ausland

Kauder fordert "Umdenken" der SPD in der Atomkraft

Unions-Bundestagsfraktionschef Volker Kauder fordert angesichts des hohen Strompreises von der SPD ein zügiges Umdenken in der Atompolitik. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy schließe Milliardengeschäfte mit China ab, die Deutschland entgingen.

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Frankfurt/Main (ddp/sm) - "Nicht der Besuch des Dalai Lama kostet Deutschland Arbeitsplätze, sondern die starre Haltung der SPD bei der Kernenergie", sagte Kauder der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagausgabe) laut Vorabbericht.

"Wir wären gefragt als wichtigster und kompetentester Partner bei den vielen Kernkraftwerken, die jetzt in China, Indien und auch Russland geplant und gebaut werden", sagte Kauder. "Doch wir können wegen der Haltung der SPD da für unsere Wirtschaft nichts tun." Die SPD müsse in diesem Punkt umdenken, bei dem es um viele auch zukünftige Arbeitsplätze in Deutschland gehe. Das sollte noch in der laufenden Wahlperiode geschehen. "Wenn bei der SPD Einsicht reifte, könnten noch in dieser Legislaturperiode ökologisch saubere Atomkraftwerke länger am Netz bleiben. Das wird sich positiv auf den Strompreis auswirken und dem Klimaschutz helfen", sagte Kauder.