In Thüringen

Kartellverfahren gegen Energieversorgung Inselsberg eingestellt

Das Thüringer Wirtschaftsministerium hat das Kartellverfahren wegen überhöhter Gaspreise gegen die Energieversorgung Inselsberg GmbH eingestellt, nachdem das Unternehmen für Kunden mit einem Jahresverbrauch von mehr als 140 000 Kilowattstunden individuelle Sonderverträge anbietet.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (red) - Das ermöglicht den betroffenen Kunden eine Ersparnis von mindestens von 0,16 Cent pro Kilowattstunde.

Gleichzeitig sicherte das Unternehmen zu, die Preise für die übrigen Kunden bis mindestens September stabil zu halten. Sie standen auch nicht im Blickfeld der kartellrechtlichen Ermittlungen, da sie nicht über der Aufgreifschwelle der Kartellbehörde lagen. Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz bewerte diese Einigung als Verhandlungserfolg, der insbesondere auch den kleineren gewerblichen Abnehmern im Versorgungsgebiet der Energieversorgung Inselsberg zu Gute komme. Bereits Ende April und Mitte Mai konnten mit den Stadtwerken Sondershausen und Saalfeld und der Energieversorgung Nordhausen Kompromisse erzielt werden und die kartellrechtlichen Verfahren eingestellt werden.

Das Wirtschaftsministerium befindet sich derzeit noch mit der Energieversorgung Gera, Greiz sowie den Stadtwerken Gotha in Verhandlungen. "Wir hoffen, dass wir auch mit diesen Gasversorgern auf dem Verhandlungswege Kompromisse erzielen. Denn überhöhte Energiepreise sind schädlich für die wirtschaftliche Entwicklung", erläuterte Wirtschaftsminister Reinholz.