Belege für Absprachen

Kartellamtspräsident Heitzer: E.ON und RWE bilden Duopol

Der Präsident des Bundeskartellamts, Bernhard Heitzer, hat seine Vorwürfe gegen die Stromkonzerne erhärtet. "Wir haben im Rahmen einer Durchsuchung mit der EU-Kommission im Mai 2006 Belege für Absprachen insbesondere zwischen E.ON und RWE gefunden", so Heitzer.

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Essen (ddp/sm) - Die Belege wurden "für das Fusionsverfahren E.ON/Eschwege vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verwendet. Es konnte klar belegt werden, dass E.ON und RWE ein marktbeherrschendes Duopol innehaben", sagte der Kartellamtspräsident der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Dienstagausgabe).

Dass die Konzerne sich gegen die Vorwürfe seiner Behörde wehren, hat Heitzer erwartet. "Es ist nur nachvollziehbar, dass E.ON und RWE die Vorwürfe bestreiten." Das Oberlandesgericht Düsseldorf sei aber der Feststellung seiner Behörde gefolgt, dass beide Unternehmen gemeinsam marktbeherrschend seien. "Diese Tatsache dient uns auch als Grundlage für unsere Verfahren", sagte Heitzer.