Genehmigung

Kartellamt gibt grünes Licht für Steag-Übernahme

Der mehrheitlichen Übernahme des Stromerzeugers Evonik Steag durch ein Stadtwerke-Konsortium aus dem Ruhrgebiet steht nichts mehr im Wege. Das Bundeskartellamt in Bonn teilte am Dienstag mit, es habe grünes Licht für den Kauf gegeben. Gegen das Fusionsvorhaben gebe es keine wettbewerblichen Bedenken.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (dapd/red) - Die Beteiligung der Ruhrstadtwerke könne dazu beitragen, dass sich die Steag als ein von den vier großen Erzeugungsunternehmen unabhängiger Mitspieler am Markt etabliere, sagte der Präsident des Kartellamts, Andreas Mundt.

Evonik hatte den Verkauf von 51 Prozent der Steag-Anteile im vergangenen Dezember vertraglich unter Dach und Fach gebracht. In den Verkaufsverhandlungen hatten sich die Stadtwerke gegen vier weitere Bieter durchgesetzt. Der Kaufpreis wurde mit 649 Millionen Euro veranschlagt. Evonik-Chef Klaus Engel hatte bereits damals gesagt, aus der Partnerschaft mit dem Stadtwerke-Konsortium könne "eine neue starke Nummer 5 im deutschen Energiemarkt erwachsen".

Das Stadtwerke-Konsortium Rhein-Ruhr ist ein Zusammenschluss der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung, der Energieversorgung Oberhausen sowie der Stadtwerke Dortmund, Bochum, Essen, Dinslaken und Duisburg.