Strom-News
Merkels Reise-ABCMehrmals im Jahr geht Kanzlerin Angela Merkel für längere Auslandsreisen in die Luft. Die Reisen werden wochenlang im Voraus geplant und beschäftigen sowohl in Deutschland als auch am Reiseziel Dutzende von Mitarbeitern. Die vielen Flugreisen führen auch dazu, dass Frau Merkel einen gewaltigen CO2-Fußabdruck hinterlässt.
Berlin/Darmstadt (dapd/red) – 445 Tonnen CO2 soll die Kanzlerin nach Berechnungen von Entega im Jahr 2011 verursacht haben. Der weitaus größte Teil davon ist den vielen Flugreisen geschuldet, die sich heftig in der Klimabilanz niederschlagen. Zum Vergleich: Der Durchschnittsdeutsche verursacht rund elf Tonnen jährlich. Durch Waldprojekte in Kanada hat Entega die Emissionen der Kanzlerin ausgeglichen, da die Mittel für die CO2-Neutralisierung durch die Regierung selbst drastisch gekürzt wurden.
Durch ihre zahlreichen Reisen fällt die Klimabilanz der Kanzlerin ziemlich negativ aus.
(Foto / Abb.: CDU)
Auf der Seite www.prima-klima-kanzlerin.de kann man mit einem interaktiven Rechner herausfinden, wie die Emissionen der Kanzlerin zustande kommen und welche Möglichkeiten zur Einsparung es gibt. Außerdem kann man mit dem CO2-Rechner auch den eigenen Kohlendioxid-Ausstoß berechnen und die Bilanz durch eine Spende ausgleichen lassen.
Hotels müssen gebucht, Tagungsräume besichtigt, Wegstrecken abgefahren, die Sicherheitsbedingungen geprüft werden, damit nach der Landung der Kanzlerin alles so reibungslos wie möglich abläuft. Hier ein kleiner Einblick in das Drumherum und Mittendrin, wenn die Kanzlerin unterwegs ist:
A wie Abflug: Die Flüge der Kanzlerin gehen fast immer in Tegel ab. Allerdings vom militärischen Teil, Avenue Jean Mermoz, praktisch gegenüber des Terminals für den Publikumsverkehr. Den Sicherheitscheck übernimmt die Bundeswehr, ansonsten das gewohnte Bild: Die Aufgeregten rennen schnell noch mal aufs Klo, die Raucher pumpen sich die Lungen voll Nikotin.
B wie Bodyguards: Für die Sicherheit der Kanzlerin ist auch auf Reisen gesorgt. Männer und Frauen des Bundeskriminalamtes passen auf, dass nichts passiert. Sie tun das mit bewundernswerter Geduld, bleiben auch bei großem Stress immer höflich. Was schon eine Leistung ist, wenn plötzlich im Ausland Horden von Journalisten auf die Kanzlerin zustürzen.
C wie Coffein: Ohne geht gar nicht. Selbst eingefleischte Teetrinker schwenken irgendwann auf den - je nach Landessitte - braunen oder schwarzen Stoff um. Siehe auch T und D.
D wie Durchhaltevermögen: Ist bei Reisen mit der Kanzlerin unbedingt gefordert. Ein Termin jagt den nächsten, Pausen gibt es kaum. Das Tempo gibt Merkel vor, die dann noch aufdrehen kann, wenn die Delegation schon in den Seilen hängt. Merkel erledigt oft auch nach der Rückkehr in Berlin noch Termine, während andere ins Bett fallen. Siehe auch C.
E wie Essen: Journalisten und Diplomaten haben gemeinsam eine Regel: Esse, wo immer es was gibt. Du weißt nie, wann die nächste Mahlzeit kommt. Was dazu führt, dass Reisende sich ständig mit Keksen und irgendwelchem Weißbrot vollstopfen und nach Ende der Reise drei Tage brauchen, bis die Verdauung wieder funktioniert.
F wie Fotografisches Gedächtnis: Im Flugzeug bekommen die mitreisenden Journalisten immer auch ein Briefing durch die Kanzlerin. Merkel hat dabei alle wichtigen Aspekte im Kopf. Was schon zu der Vermutung geführt hat, sie müsse über ein fotografisches Gedächtnis verfügen.
G wie GAF: Auch Merkels Flüge haben eine Flugnummer. Geflogen wird mit Maschinen der Luftwaffe, alle Flugnummern beginnen mit GAF, was für German Air Force steht.
H wie Hintergrundgespräch: Eine gute Gelegenheit, mit der Kanzlerin auf Tuchfühlung zu gehen. Ein Dutzend Journalisten, Merkel, ihr außenpolitischer Berater Christoph Heusgen, der Regierungssprecher, sowie eine Chefin oder ein Chef vom Dienst des Bundespresseamtes quetschen sich im Flugzeug in einen geschätzt fünf Quadratmeter großen Besprechungsraum. Auf dem Hinflug geht es dabei meist um die Vorbereitung aufs Reiseziel, auf dem Rückflug werden auch innenpolitische Themen angesprochen.
I wie Israel, Indien, Indonesien: Drei von Merkels zahlreichen Reisezielen im Ausland. In Israel waren es die deutsch-israelischen Regierungskonsultationen Ende Januar, in Indien gab es im Mai ebenfalls Regierungskonsultationen, nach Indonesien will die Kanzlerin im nächsten Jahr. Eine Übersicht der Reisen gibt es übrigens hier: www.bundeskanzlerin.de/Webs/BK/De/Unterwegs
J wie Joachim Sauer: Merkels Ehemann ist selten bei Reisen dabei. Warum sollte er auch, schließlich hat er seinen eigenen Job. Der Professor für physikalische und theoretische Chemie an der Humboldt-Universität gilt national und international als einer der besten Wissenschaftler im Bereich der Quantenchemie und ist selber oft unterwegs. Zuletzt war er im Juni mit dabei, als seine Frau im Weißen Haus in Washington von US-Präsident Barack Obama die "Medal of Freedom" überreicht bekam.
K wie Konrad Adenauer: Eine der "Kanzlermaschinen". Früher flog ein Airbus A 310 unter diesem Namen, seit März ist es ein Airbus A 340. Die alte "Konrad Adenauer" ist aber immer noch ganz flott und bleibt wohl bis 2013 im Dienst. Mitte Oktober nutzte Merkel diese Maschine bei ihrer Reise nach Vietnam und in die Mongolei, weil die Landebahn in Ulan Bator für den A 340 zu kurz gewesen wäre. Bei der Reise machte die Maschine ohnehin was mit. Von 78 Stunden Reisedauer wurden 34 im Flugzeug verbracht.
L wie Lissabon: Siehe V.
M wie Medienbetreuung: Für die Journalisten gibt es die Medienbetreuung des Bundespresseamtes. Auch diese Kolleginnen und Kollegen sind sehr geduldig. Die zwei wohl am häufigsten gestellten Fragen: "Wo kann ich meinen Laptop aufstellen? Wieviel Zeit habe ich zum Schreiben?" Siehe auch D und C.
N wie Notfall: Hat es zum Glück noch nicht gegeben. Für den Fall der Fälle reisen in der Regel ein Arzt und ein Rettungsassistent mit.
O wie Obama: Die USA und Washington mit dem Amtssitz des Präsidenten hat Merkel schon oft besucht. Allein 2010 und 2011 war sie drei Mal in den Vereinigte Staaten. Zudem telefoniert sie oft mit Barack Obama oder trifft ihn auf Gipfeln wie zuletzt dem G-20 in Cannes. Siehe auch J.
P wie Parade: In vielen Ländern wird die Kanzlerin mit militärischen Ehren empfangen. Merkel muss dann die Ehrenformation an Soldaten abschreiten, besonders ergiebig war das in Kenia, wo der Paradeweg über 100 Meter lang war. Manchmal geht es auch schneller, bei Zeremonien am Flughafen etwa. Oder wenn das Wetter schlecht ist.
Q wie Quark: Auf dem internationalen Flughafen Dschingis-Khan in der Mongolei gab es als Begrüßungsgeschenk eine mit Trockenquark gefüllte Silberschale. Die Mongolen stellen Aruul unter anderem aus Stutenmilch her, es schmeckt - nun ja. Siehe auch K.
R wie Reisepass: Wird auch auf Kanzlerreisen benötigt. Die Mitarbeiter der Kanzlerin verfügen in der Regel über Diplomatenpässe. Darüber hinaus sitzen alle Reisenden wie auf normalen Flügen auch mit gerunzelter Stirn gebeugt über irgendwelchen Einreiseformularen.
S wie Steffen Seibert: Der Regierungssprecher ist bei Auslandsreisen immer dabei. Meist twittert er die Ankunft in einem fremden Land schon, wenn die Maschine noch ausrollt und hält auch danach Journalisten wie Internet-Gemeinde auf dem Laufenden. Siehe auch C und D.
T wie Tiefschlaf: Jener Zustand, in den die Delegation fällt, wenn sich nach vollbrachter Reise die Türen des Flugzeugs schließen, die letzte Mahlzeit gegessen, das letzte Hintergrundgespräch abgeschlossen ist.
U wie Unternehmer: Ab und an nimmt die Kanzlerin neben den Journalisten auch eine Wirtschaftsdelegation mit. Deren Mitglieder verhandeln dann vor Ort, manchmal geht der Schuss nach hinten los. So bei der Afrika-Reise Merkels im Juni, als Meldungen über die geplante Lieferung von Patrouillenbooten nach Angola für Schlagzeilen sorgten.
V wie Vulkanasche: Ganz übles Zeug, wenn man unbedingt nach Hause will. Die Asche sorgte im April 2010 dafür, dass Merkel wie tausende andere Reisende auch später als geplant zurückkehrte. Am Donnerstag war sie in San Francisco abgeflogen. Statt wie geplant in Berlin, landete sie am Freitag in Lissabon. Am Samstag ging es zunächst mit dem Flugzeug weiter nach Rom, von dort aus mit Bussen und Autos über Siena nach Bozen. Am Sonntagnachmittag traf sie in Berlin ein.
W wie Washington: siehe O und J.
X wie Xenophilie: Xenophil, also aufgeschlossen gegenüber allem Fremden, ist die Kanzlerin ganz offensichtlich. Auf ihren Reisen spricht sie nicht nur mit Politikern, sondern sucht auch den Kontakt zur Bevölkerung.
Y wie Yellow Press: Der Glamour-Faktor bei Merkel-Reisen ist eher gering. Die Boulevardpresse kommt nicht so zum Zuge. Dass sie auch Glamour kann, zeigte Merkel aber im schicken langen Abendkleid beim Staatsbankett in Washington mit Gästen wie Thomas Gottschalk und Jürgen Klinsmann. Siehe auch J.
Z wie Zahlungsanweisung: Ein weitverbreitetes Missverständnis ist, dass Journalisten für lau mitreisen dürfen. Flug und Hotel zahlt jede Redaktion selbst.
Der Newsletter von Strom-Magazin.de
Bekommen Sie kostenlos jeden Mittwoch aktuelle News vom Strom- und Gasmarkt direkt in Ihr Postfach! Jetzt anmelden:
Nach Angaben der Hersteller stoßen die Autos deutscher Anbieter immer weniger CO2 aus. Im Vergleich zu den importierten Fahrzeugen der Konkurrenz habe man den Ausstoß des schädlichen Klimagases aber deutlich stärker senken können, sagen die Hersteller. VW will jetzt auch die CO2-Werte im Bereich der gesamten Fahrzeug-Produktion senken.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält ein eigenständiges Energieministerium auf Bundesebene derzeit nicht für nötig. Die Regierungschefin sei der Meinung, dass Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium derzeit gut zusammenarbeiten. In den vergangenen Tagen wurde ein Minister für Energie mehrfach gefordert.
Die Preisausschläge auf dem deutschen Benzinmarkt sind 2011 erneut hektischer geworden: An 362 Tagen senkte die Tankstellenbranche im ablaufenden Jahr die Preise, an 254 Tagen setzten die Stationen die Preise hoch. Gebracht hat dies unter dem Strich wenig, so aktuelle Daten des Marktführers.
Bundeskanzlerin Angela Merkel bestreitet einen direkten Zusammenhang zwischen dem Atomausstieg und dem Stellenabbau bei großen Energieversorgern. Merkel sagte am Dienstag in Berlin, die Streichung von Arbeitsplätzen sei langfristig zu betrachten und habe nicht monokausal mit der Energiewende zu tun.
Vielen Verbrauchern ist beim süßen Konsum nicht bewusst, dass bei der Herstellung von Schokolade jede Menge Kohlendioxid anfällt. Die Zutaten müssen über weite Strecken transportiert und anschließend verarbeitet werden. Ein Berliner Schokoladenhersteller hat sich seit einigen Jahren der nachhaltigen Herstellung verschrieben und bietet CO2-neutrale Schokolade an.Strompreise vergleichen
Einfach Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in kWh eingeben und günstige Stromtarife finden!