Mehr Geschlossenheit

Kampf um Energiequellen: EU soll "härtere Bandagen" anlegen

Eine stärkere Rolle der Europäischen Union (EU) in der Verteidigung der europäischen Energieinteressen in der Welt hat Energiestaatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Joachim Wuermeling, bei einer Energiekonferenz der EU-Kommission in Brüssel gefordert.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Brüssel/Berlin (red) - "Nur wenn wir Europäer mit einer Stimme sprechen, können wir den Partnern Paroli bieten", sagte Wuermeling. Gegenwärtig böten EU und Mitgliedstaaten gegenüber Dritten ein "zersplittertes Bild", kritisierte er. Die Ratspräsidenten, Energie- und Außenkommissare, der hohe Beauftragte für die Außenpolitik, Energie- und Außenminister der Staaten verhandelten munter durcheinander. "Das schwächt unsere Durchsetzungskraft". Erforderlich sei eine "konstante Formation", die auch einmal "mit harten Bandagen" kämpfen könne.

Wuermeling betonte, dass seiner Ansicht nach die Verteidigung der globalen Energieinteressen neben der Verwirklichung des Binnenmarktes für Strom und Gas die wichtigste europäische Aufgabe in der Energiepolitik sei. Andere Aufgaben wie etwa die Entscheidung über den Energiemix oder die Organisation der Netze würden besser ortsnah von den Mitgliedsstaaten gelöst.

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