Zweckbündnis

Kammern und Verbände beklagen Strom- und Gaspreise

Schweriner Verbraucherschützer, Mietervereine, Vermieter, Wohnungsunternehmen sowie Handwerksbetriebe machen gemeinsam Front gegen die steigenden Gas- und Strompreise. Sie sehen die Preiserhöhungen der vergangenen Monate als wenig begründet an und haben sich zu einem Zweckbündnis zusammengeschlossen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Schwerin (ddp-nrd/sm) - Der Zusammenhang zwischen Verteuerung der Rohstoffe und den Preiserhöhungen ist nach Ansicht des Zweckbündnisses der sechs Kammern und Verbände nicht transparent und nicht nachvollziehbar. Sie kritisierten heute in Schwerin die monopolartigen Strukturen in der Energiewirtschaft. Es könne nicht länger hingenommen werden, dass Firmen dem Preisdiktat der Stromkonzerne ohnmächtig ausgeliefert seien, sagte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Schwerin, Edgar Hummelsheim. Er forderte von den Verantwortlichen auf Landes- und Bundesebene, für echten Wettbewerb und damit für faire Preise bei den Stromkartellen zu sorgen.

Der Hauptgeschäftsführer der Schweriner Industrie- und Handelskammer, Klaus-Michael Rothe, sprach sich für eine effektive, schnelle und transparente Prüfung der Kalkulation der Energiepreise durch die Energieaufsichtsbehörden und das Bundeskartellamt aus. Er forderte eine zügige Belebung des Strommarktes. Der Mieterverein verwies auf den beständig steigenden Anteil der Energiekosten an der Miete. Die so genannte zweite Miete erreiche immer neue Rekordhöhe. Dies wirke sich auch nachteilig auf den Konsum aus.

Die Gaspreise in der Region Schwerin haben sich den Angaben zufolge seit 1995 fast verdoppelt. Die Strompreise sind demnach seit 2001 um 20 bis 25 Prozent gestiegen.