Belastend

Kalkindustrie klagt über hohe Energiepreise

Der Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie hat auf seiner diesjährigen Jahresversammlung Konsequenzen aus den hohen Energiepreisen angekündigt und Preiserhöhungen nicht ausgeschlossen. Nur so könnten "tiefgreifende Schäden" verhindert werden, hieß es.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Köln/Timmendorfer Strand (red) - Auf der Jahresversammlung des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie e.V. hat der neue Vorsitzende, Dr. Matthias Stein, die allgemein ungünstige Baukonjunktur und die hohen Energiekosten beklagt. Allerdings stehe die Kalkindustrie im Gegensatz zu fast allen anderen Steine + Erden-Industrien mit ihren Absatzziffern noch gut da. So habe in den letzten Jahren der Rückgang von Lieferungen in die deutsche Baustoffindustrie durch Wachstum der Eisen- und Stahlindustrie sowie im Anwendungsbereich Umweltschutz kompensiert werden können.

Dennoch sei die Ertragssituation der Unternehmen durch die drastisch gestiegenen Strompreise sehr belastet, führte er aus. Diese Erhöhung und die dramatischen Preissteigerungen bei Koks und Gas hätten dazu geführt, dass die Schere zwischen Kosten und Durchschnitterlösen immer weiter auseinander gegangen sei. Die Kalkindustrie werde daher gezwungen sein, diese Entwicklungen mit Preiserhöhungen zumindest annähernd zu kompensieren, kündigte Stein an. Nur so könne die deutsche Kalkindustrie vor tiefgreifenden Schäden bewahrt werden.