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Kältewelle sorgt für Rekord-Wärmebedürfnis der Berliner

Deutschland friert in diesen Tagen. In Berlin erreicht die Bewag-Wärmeerzeugung das Rekordhoch dieses Winters: Auf fast 3300 Megawatt ist die Wärmeleistung der Bewag-Heizkraftwerke und Heizwerke geklettert, damit etwa 505 000 Haushalte ausreichend Fernwärme zum Heizen, für warmes Wasser und Lüftung bekommen.

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Seit zwei Tagen erreicht die Bewag-Wärmeerzeugung das Rekordhoch dieses Winters: Auf fast 3300 Megawatt (thermisch) ist die Wärmeleistung der Bewag-Heizkraftwerke und Heizwerke geklettert, damit etwa 505 000 Haushalte ausreichend Fernwärme zum Heizen, für warmes Wasser und Lüftung bekommen. Die Wärmeleistung ist damit fast doppelt so hoch wie durchschnittlich während der Heizperiode.

Auch der Stromverbrauch in der Stadt steigt an, seit die Temperatur sinkt: Bei einer mittleren Temperatur von minus 11,6 Grad am gestrigen Mittwoch benötigten die Berliner fast 47 400 Megawattstunden Strom. Die 13 Bewag-Heizkraftwerke laufen Tag und Nacht auf Hochtouren, um gleichzeitig Strom und Wärme für die Stadt zu erzeugen. Allein das Heizkraftwerk Mitte deckt momentan etwa 18 Prozent des Berliner Strombedarfs. In Betrieb sind dort derzeit beide Gasturbinen und die Dampfturbine mit einer elektrischen Gesamtleistung von 430 Megawatt und einer Wärmeleistung von 500 Megawatt (thermisch).

Seitdem die Temperatur minus 5 Grad unterschritten hat, produzieren außerdem noch zwei Heißwassererzeuger zusätzlich Energie für Fernwärme. Mit der Wärmeleistung des Heizkraftwerkes Mitte heizen momentan rund 60 000 Wohnungen und 500 öffentliche Anlagen mit umweltverträglicher Fernwärme.