Energie sparen

Kabinett billigt Effizienzlabel für alte Heizkessel

Für neue Heizungsanlagen gilt ab 1. September die Effizienzlabel-Pflicht. Das Bundeskabinett hat nun aber auch noch einen Gesetzesentwurf durchgewunken, demzufolge auch ältere Anlagen ab 2016 gekennzeichnet werden sollen. Betroffen wären dann Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind.

Heizkosten© Tanja Bagusat / Fotolia.com

Berlin (AFP/red) - Vom kommenden Jahr an sollen sich Hausbesitzer mit einem neuen Effizienzlabel über den Energieverbrauch ihrer älteren Heizungsanlagen informieren können. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch in Berlin einen Gesetzentwurf von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), wonach der Aufkleber zum 1. Januar 2016 eingeführt und ab 2017 sogar zur Pflicht werden soll. Betroffen sind Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind. Die Information soll Besitzer zum Umstieg auf sparsamere neuere Modell motivieren. Der Bundestag muss dem Gesetzentwurf zunächst aber noch zustimmen.

Verbraucher sensibilisieren

Die Einführung des Effizienzlabels ist Bestandteil des Aktionsplans Energieeffizienz der Bundesregierung und war bereits vor längerer Zeit angekündigt worden. Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) begrüßte die Entscheidung des Kabinetts. "Das Effizienzlabel für Heizkessel sensibilisiert Hauseigentümer für den Umstieg auf erneuerbare Energien und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz", erklärte dessen Geschäftsführer Hermann Falk.

Viele Heizungsanlagen in Deutschland sind alt

Das Label orientiert sich mit seinem Design an den inzwischen von vielen Elektro- und Haushaltsgeräten bekannten Aufklebern mit Angaben zu Energieeffizienzklassen von A bis G. Diese hätten sich als wirksames Instrument der Verbraucherinformation erwiesen, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium. Das Durchschnittsalter der Heizungsanlagen in Deutschland liege bei 17,6 Jahren, mehr als ein Drittel sei älter als 20 Jahre. Über 70 Prozent des Gerätebestands werde daher nur die recht niedrigen Effizienzklassen C,D oder E erreichen.

Quelle: AFP