Ideen gefragt

Jurk fordert neue Strategien von Sachsens Netzbetreibern

Der sächsische Wirtschaftsminister Thomas Jurk hat die dortigen Strom- und Gasnetzbetreiber zu einem Strategiewechsel aufgefordert, um sinkende Preise für die Kunden zu erreichen. So müssten beispielsweise die gesenkten Netzkosten an die Verbraucher weitergegeben werden.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Dresden (ddp/sm) - Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) mahnt einen Strategiewechsel der sächsischen Strom- und Gasnetzbetreiber an, damit die Verbraucherpreise sinken. Ohne neue Ideen müssten immer weniger Kunden steigende Kosten für zu lange Leitungen zahlen, durch die zunehmend weniger Energie fließe, sagte Jurk am Dienstag in Dresden. Insbesondere die Stromnetze seien derzeit durch den Bevölkerungsrückgang und das Wegbrechen energieintensiver Industrie überdimensioniert. Dies habe eine Prüfung der Netzentgelte ergeben.

Nach Angaben des Ministeriums hat die Landesregulierungsbehörde inzwischen zwei Drittel der Genehmigungsverfahren für die Gasnetzentgelte abgeschlossen. Demnach müssten die Betreiber ihre Gasnetzkosten um teilweise bis zu 21,4 Prozent, im Durchschnitt um neun Prozent, kürzen. Durch diese Reduzierung könnten Sachsens Verbraucher damit rechnen, insgesamt 6,6 Millionen Euro pro Jahr weniger auszugeben. Sie hätten indes nur dann einen Vorteil, wenn die gesenkten Netzkosten auch an sie weitergegeben würden. "Die Gastarife müssen weiter sinken", forderte Jurk.

Die Landesregulierungsbehörde ist den Angaben zufolge zuständig für 30 Stromnetz- sowie 37 Gasnetzbetreiber, die ihr Netz ausschließlich in Sachsen haben und weniger als 100 000 Kunden beliefern. Die größeren Anbieter werden von der Bundesnetzagentur in Bonn überprüft.