Daten veröffentlichen

Jurk fordert mehr Transparenz auf dem Strommarkt

Alle wesentlichen Marktdaten sollten auf den Tisch, forderte jetzt der sächsische Wirtschaftsminister Thomas Jurk. In der aktuellen Debatte sei Transparenz das oberste Gebot. Dazu könnte auch der Vorsitz der EU-Ratspräsidentschaft genutzt werden.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Dresden (ddp/sm) - Der sächsische Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) fordert mehr Transparenz auf dem Strommarkt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über eine mögliche künstliche Verknappung der Stromerzeugung, um höhere Preise zu erzielen, verlangte der Minister am Sonntag: "Alle relevanten Marktdaten müssen veröffentlicht werden." Transparenz sei eine wesentliche Voraussetzung für Vertrauen und Wettbewerb.

Mit dem Vorsitz der EU-Ratspräsidentschaft habe Deutschland gute Chancen, die Transparenz im Stromsektor in der Europäischen Union weit voranzubringen. Er kündigte an, auf der Wirtschaftministerkonferenz im Dezember vorzuschlagen, dass die Bundesregierung dieses Thema in Brüssel aufgreife.

Um gleiche Bedingungen zu ermöglichen, sei der Zugang zu entsprechenden Informationen nötig. Die großen Energieversorgungsunternehmen seien seit April dieses Jahres bereit, einige Betriebsdaten aus dem Erzeugungsbereich der Strombörse European Energy Exchange (EEX) zur Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen.

Diese Daten müssten hinsichtlich ihrer Aussagekraft analysiert und danach die rechtlichen Rahmenbedingungen weiterentwickelt werden.