Preisabsprachen

Junge Union Brandenburg: Landeskartellbehörde muss Gaspreise überprüfen

Da in der Vergangenheit die Bezugspreise für die Gasunternehmen weniger gestiegen seien als die Preise, die sie Endkunden berechneten, bestehe der Verdacht auf Preisabsprachen, vermutet JU-Landeschef Sebastian Schütze und forderte die Landeskartellbehörde auf, die heimischen Gaspreise zu überprüfen.

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Potsdam (ddp-lbg/sm) - Die Junge Union (JU) Brandenburg fordert die Landeskartellbehörde zur Überprüfung der Gaspreise in Brandenburg auf. Die hohen Preise bedeuteten einen Standortnachteil für die örtliche Wirtschaft und eine Benachteiligung der betroffenen Verbraucher, sagte noch vor Weihnachten JU-Landeschef Sebastian Schütze. Gegebenenfalls müsse die Kartellbehörde eine Preissenkung per Verfügung erzwingen.

Da in der Vergangenheit die Bezugspreise für die Gasunternehmen weniger gestiegen seien als die Preise, die sie Endkunden berechneten, bestehe der Verdacht auf Preisabsprachen, fügte Schütze hinzu. Praktisch hätten Verbraucher keine Möglichkeit, sich einen anderen Versorger zu suchen. Deshalb könnten Gasunternehmen leicht ihre marktbeherrschende Stellung missbrauchen und ein Preismonopol bilden.

Die vom Bundeskartellamt eingeleiteten Verfahren betreffen nach Darstellung des JU-Chefs lediglich überregionale Anbieter. Die lokalen Preise müssten von der Landesbehörde überprüft werden. Die Landeskartellbehörde habe in der Vergangenheit bereits Missbrauchsverfügungen wegen überhöhter Preise gegen märkische Gasunternehmen erlassen.