Kreative Versorgungslösung

Jugend forscht: Schüler erhalten Sonderpreis für Windkraft-Idee

Drei Schüler der CJD Christophorusschule in Rostock wurden mit einem Sonderpreis des Bundesumweltministeriums für eine Arbeit aus dem Bereich der erneuerbaren Energien ausgezeichnet. Sie entwickelten ein Windrad, welches beispielsweise auf kleinen Inseln in der Ostsee, wo kein Stromkabel hinreicht, Energie erzeugen kann.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Beim 40. Bundeswettbewerb "Jugend forscht" sind drei 16-jährige Schüler aus Rostock mit dem Sonderpreis des Bundesumweltministeriums für eine Arbeit aus dem Bereich der erneuerbaren Energien ausgezeichnet worden. Ulrike Steffen, Hella Ussler und Vincent Weiss von der CJD Christophorusschule entwickelten mit ihrem Projekt "Robinsons Insellösung" ein neuartiges Windrad, das es ermöglichen soll, Strom auch dort zu gewinnen, wo kein Stromkabel hinreicht - etwa auf kleine Inseln in der Ostsee.

Die Rotoren dieses Windrades sind nicht wie bei konventionellen Großwindanlagen flach angeordnet, sondern in sich verschraubt. So entstehe ein dreidimensionales, kugelförmiges Gebilde, das besonders bei kleinen Anlagen effizient sein soll. Die Windenergie speichern die Schüler mit Hilfe einer Brennstoffzelle. Dadurch entstehe eine kleine, in sich geschlossene Anlage zur Stromversorgung.

Die Idee hatten die Sieger bei ihrer Klassenfahrt auf die finnischen Schären. Dort dürfen Stromkabel aus ökologischen Gründen nicht auf die Inseln verlegt werden. Mit der kleinen, autarken Energieanlage der Zehntklässler sei es nun möglich, die Ferienhäuser mit sauberer und regenerativer Energie zu versorgen.

"Erneuerbare Energien sind äußerst vielgestaltig und eignen sich für viele kreative Versorgungslösungen", betonte Umweltminister Jürgen Trittin. "Ich beglückwünsche die Jugendlichen zu dieser innovativen Leistung. Dass junge Menschen mit viel Fantasie und Erfindungsgeist praktische Lösungen für den Einsatz erneuerbarer Energien finden, ist ein gutes Signal für die Zukunft. Die Wissenschaftler und Ingenieure des 21. Jahrhunderts werden der Schlüssel sein für einen langfristigen und nachhaltigen Umbau der globalen Energieversorgung."