Sicherheit

Jülich: Räumung von Brennelementen angeordnet

Im Forschungszentrum Jülich lagern noch immer mehrere radioaktive Brennelemente. Die in Nordrhein-Westfalen zuständige Atomaufsicht hat das Zentrum dazu aufgefordert, diese zu entsorgen. Für die weitere Aufbewahrung müsste ein besonderer Nachweis zur Erdbebensicherheit vorgelegt werden.

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Jülich (dpa/red) - 152 Castor-Behälter voller hoch radioaktiver Brennelemente dürfen nicht länger am früheren Atomforschungszentrum Jülich bleiben. Die Atomaufsicht des Landes Nordrhein-Westfalen ordnete nach eigenen Angaben vom Mittwoch die Räumung an. Zur Debatte steht ein Transport in die USA. Das Forschungszentrum habe bis Ende September ein detailliertes Konzept zur Entfernung der Kernbrennstoffe aus dem Lager vorzulegen und für die dafür erforderlichen Genehmigungen zu sorgen.

Erdbebensicherheit nicht bestätigt

Grund sei eine Information des Bundesamts für Strahlenschutz, wonach eine Prognose zum Abschluss des laufenden Verfahrens für eine reguläre Genehmigung nicht möglich sei. Um eine Genehmigung für die Lagerung zu erhalten, müsste das Forschungszentrum die Erdbebensicherheit in einem Extremszenario nachweisen. Das Land hatte die Lagerung zweimal in Übergangsregelungen erlaubt, nachdem es vom Bundesamt für Strahlenschutz Signale für eine Genehmigung gab.

Quelle: DPA