MDR-Umschau

Jeder vierte Versorger in Mitteldeutschland erhöht Strompreise

Jeder vierte Energieversorger in Mitteldeutschland wird zum 1. Juli die Strompreise erhöhen. Das habe eine Umfrage des MDR-Magazins Umschau bei 94 Lokal- und Regionalversorgern in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ergeben. Spitzenreiter seien die Stadtwerke Weißenfels mit einer Erhöhung von 37 Prozent.

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Leipzig (ddp-lsc/sm) - Wie die Dreiländeranstalt am Montag vorab mitteilte, erhöhen 25 Stadtwerke den Grundversorgungstarif. Neun davon verteuerten darüber hinaus auch die Preise für die so genannten Wettbewerbs- oder Sonderprodukte.

Spitzenreiter in dieser Preisrunde seien die Stadtwerke Weißenfels. Sie würden den Grundversorgungspreis um 37 Prozent erhöhen. Für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 2800 Kilowattstunden pro Jahr bedeute das eine Mehrbelastung von 220 Euro.

In der Rangliste der Preiserhöhungen folgten die Stadtwerke Weimar mit 71 Euro (12 Prozent), die Energie- und Wasserversorgung Altenburg mit 60 Euro (10 Prozent), Energieversorgung Rudolstadt mit 56 Euro (10 Prozent), die Stadtwerke Staßfurt mit 57 Euro (10 Prozent), die Energieversorgung Apolda mit 54 Euro (9 Prozent) und die Eisenacher Versorgungsbetriebe mit 53 Euro (9 Prozent).

Höhere Preise für Wettbewerbs- oder Sonderprodukte werden ab 1. Juli die Stromversorger in Weißenfels, Eisenach, Saalfeld, Halberstadt, Riesa, Suhl, Sonneberg und Nordhausen sowie der Regionalversorger EnviaM verlangen. Sie erhöhten die Preise zwischen zwei und zwölf Prozent.

Zum Schutz der Kunden musste die Erhöhung dieser Preise bislang durch die Wirtschaftsministerien der Länder genehmigt werden. Ab 1. Juli fällt das Genehmigungsverfahren weg.