Jahreszahlen

Jede zehnte Kilowattstunde stammt aus erneuerbaren Energien

Der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch ist im vergangenen Jahr gestiegen. Gegenüber 2008 erhöhte er sich von 9,5 auf 10,6 Prozent, wie der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (ddp/afp/red) - Insgesamt habe sich die alternativ produzierte Energiemenge um 10,8 Milliarden Kilowattstunden erhöht. BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann verwies darauf, dass die Branche trotz der Wirtschaftskrise weiter investiert habe.

Wie der Verband weiter mitteilte, hat die Branche vor allem im Wärmesektor zugelegt und ihren Anteil binnen Jahresfrist von 7,9 auf 9,6 Prozent erhöht. Allerdings täuschten die Zahlen über eine gefährliche Trendwende hinweg. "Im zweiten Halbjahr 2009 ist der Absatz von Anlagen der regenerativen Wärmeerzeugung regelrecht eingebrochen", sagte Karl-Heinz Stawiarski, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wärmepumpe und Sprecher der AG Wärme im BEE. Vor diesem Hintergrund forderte er die Bundesregierung auf, ausreichend finanzielle Anreize für den Einbau regenerativer Heiz­systeme zu bieten.

Infolge "stark unterdurchschnittlicher Windverhältnisse" habe die insgesamt regenerativ erzeugte Strommenge im Jahresvergleich 2009 stagniert. Allerdings stieg wegen des gesunkenen Stromverbrauchs ihr relativer Anteil um einen Punkt auf 16,1 Prozent. Insgesamt summierte sich die Leistung der installierten Anlagen in den Bereichen Wind, Sonne, Wasser, Bioenergie und Geothermie laut BEE 2009 auf 5400 Megawatt. "Damit liegt der Ausbau der Erzeugungskapazitäten voll im Plan unserer Branchenprognose", sagte Klusmann.

Vor dem Hintergrund der geplanten Förderkürzung für Solaranlagen appellierte Klusmann an die Politik, mit Augenmaß vorzugehen und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Solarunternehmen nicht aufs Spiel zu setzen.

Im Verkehrssektor habe 2009 die rückläufige Entwicklung des Vorjahres angehalten. Die kurzfristige Verschlechterung der Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe habe zahlreiche Unternehmen der Branche in die Insolvenz getrieben und den Anteil fossiler Öle im Verkehr wieder erhöht, sagte Klusmann.