Öko-Offensive

"Jede Kilowattstunde zählt"

Neue Aktion des Mainzer BUND und der HEAG NaturPur AG soll Einwohner dazu animieren, auf "sauberen" Naturstrom umzusteigen - Zugewinn von 80.000 Kilowattstunden ist das erste Ziel.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com
Den "Tag der erneuerbaren Energien" am Samstag vergangener Woche nutzten die Kreisgruppe Mainz-Stadt des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und die Darmstädter HEAG NaturPur AG zum Startschuss der gemeinsamen Aktion "Mainz im BUND mit sauberem Strom - Jede Kilowattstunde zählt". Die Werbekampagne soll die Mainzer dazu animieren, auf den "sauberen" Strom der HEAG NaturPur AG umzusteigen.



Jeder neue Ökostromkunde trage - getreu dem Motto "Jede Kilowattstunde zählt" - dazu bei, dass eine neue, umweltfreundliche Erzeugungsanlage für regenerative Energie errichtet werde, teilte die HEAG NaturPur AG mit - denn eine solche Anlage werde nur dann gebaut, wenn eine bestimmte Abnahmemenge erreicht sei. Als ersten Schritt wird der BUND seine derzeit rund 1000 Mitglieder in Mainz dazu aufrufen, Strom aus konventionellen Kohle- oder Atomkraftkraftwerken den Rücken zu kehren und sich für schadstofffrei erzeugten Strom zu entscheiden.



Das oft gegen "grünen" Strom vorgebrachte Argument der höheren Kosten lässt der BUND dabei nicht gelten: Zum einen koste er kaum mehr als konventioneller Strom vor der Liberalisierung des Strommarktes, zum anderen ließen sich die Mehrkosten für den sauberen Strom durch Stromeinsparbemühungen "leicht ausgleichen". BUND und HEAG NaturPur AG bieten diesbezüglich einen Leitfaden mit Energiespartipps an. Durch die Kombination beider Maßnahmen - Stromsparen und Ökostrombezug - lasse sich auf einfache Art ein konkreter Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten.



Der Energieexperte des Mainzer BUND, Dr. Ingo Ewald, sagte, dass die Wahl der HEAG NaturPur AG als Ökostromanbieter nahe gelegen habe. Als Abnehmer des von dem Mainzer BUND-Windrad erzeugten Stroms unterstütze NaturPur bereits seit Anfang des Jahres die regionale und dezentrale Erzeugung von Ökostrom "vor Ort". "Sehr begrüßenswert" sei auch die Tatsache, dass NaturPur-Kunden nur für Strom aus umweltfreundlicher Erzeugung bezahlen, da durch das Konzept der zeitgleichen Vollversorgung keine Kilowattstunde Strom mehr in konventionellen Kraftwerken erzeugt werden müsse. Nicht zuletzt würden die Gewinne in neue Anlagen reinvestiert.



"Unser erstes Ziel ist es, möglichst schnell neue Kunden für insgesamt 80.000 Kilowattstunden NaturPur-Strom premium oder NaturPur-Strom light zu gewinnen, denn dann können wir gemeinsam mit der HEAG NaturPur AG in Mainz eine neue Photovoltaik-Anlage bauen und so wieder einen kleinen Schritt hin zu einer umweltfreundlichen Stromerzeugung machen", blickte Ewald voraus. Interessenten können sich bei Rückfragen an die BUND Kreisgruppe Mainz-Stadt, Ingo Ewald wenden (Tel: 0178-8337175 oder E-Mail: NaturPur.