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Japanische Präfektur führt Siesta zum Energiesparen ein

Eine für die japanische Arbeitsmoral außergewöhnliche Anweisung hat die Präfektur Gifu im Zentrum des Landes ihren Beamten erteilt. Sie sollen im Sommer von 13 bis 15 Uhr eine Siesta machen, um Energie zu sparen, wie Hiroshi Ichihara von der Provinzregierung am Donnerstag sagte.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Tokio (afp/red) - "Die Siesta ist eine der Ideen, auf die wir gekommen sind, als wir darüber diskutierten, wie wir bei dem knappen Angebot zurzeit unseren Stromverbrauch senken können." Wenn weniger Leute im Büro seien, werde auch weniger Strom verbraucht. Ziel der Provinzregierung sei eine Senkung um 20 Prozent in der Siesta-Zeit und um elf Prozent aufs ganze Jahr gerechnet.

Stromknappheit seit der Reaktorkatastrophe

In Gifu wie in anderen japanischen Provinzen ist der Strom seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima knapp, da zahlreiche Atomreaktoren gestoppt wurden.

Der Jubel der Beamten der Präfektur über die Siesta-Verfügung dürfte indes ziemlich gedämpft ausfallen: Die zwei Stunden Pause jeden Tag werden ihnen vom Jahresurlaub abgezogen.