Folge des Erdbebens

Japan: Nach Zwischenfall in AKW Anwohner evakuiert

Das schwere Erdbeben in Japan hat am Freitag zu Zwischenfällen in zwei Atomkraftwerken geführt. In einem der AKWs kam es zum Ausfall des Kühlsystems. Die japanische Regierung rief den nuklearen Notstand aus und evakuierte zahlreiche Bürger im Umkreis.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (red) - Im Atomkraftwerk Fukushima war zahlreichen Berichten zufolge das Kühlsystem ausgefallen, in einem weiteren Kraftwerk kam es zu einem Brand. Es heißt, Radioaktivität sei nicht ausgetreten und es sei nicht zu Lecks gekommen. Der Brand wurde gelöscht. Man reagierte dennoch aus Sicherheitsgründen mit einer Schnellabschaltung dieser und weiterer Kraftwerke.

Anwohner wurden zur Sicherheit evakuiert

Der nukleare Notstand wurde Spiegel Online zufolge ausgerufen, da dies vorgeschrieben ist, wenn die Kühlung ausfällt. Außerdem könnten die Behörden so schneller handeln. Auch abgeschaltete Kraftwerke sind nicht ungefährlich. Die Kühlung muss sichergestellt sein, um eine Kernschmelze durch Nachwärme zu verhindern. Ebenfalls aus Sicherheitsgründen evakuierte die Regierung etwa 2000 Anwohner im Umkreis des Kraftwerks.

Das Erdbeben am Freitag eine Stärke von 8,9 und forderte mindestens 60 Menschenleben. Es wird jedoch mit einer noch weitaus höheren Anzahl gerechnet. Es kam zu mehreren schweren Nachbeben, auch traf in der Folge ein Tsunami die japanische Küste.