Reaktoren 1, 2 und 3

Japan bestätigt mehrfache Kernschmelze in Fukushima

Nicht nur in Reaktor 1, sondern auch in zwei weiteren Reaktoren ist es Berichten zufolge zur Kernschmelze gekommen. Jetzt bestätigt auch die Regierung offiziell, was Betreiber Tepco bereits im Mai bekanntgab. Allerdings war damals lediglich die Rede von einer Schmelze in Reaktor 1.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Fukushima (red) - Darüber hinaus sind aber auch in Reaktor 2 und 3 Brennstäbe geschmolzen. Es soll zudem in den ersten Tagen des Unglücks weit mehr Radioaktivität ausgetreten sein als angenommen. Nach einem Bericht der FAZ soll mit 770.000 Terabcquerel doppelt so viel Strahlung freigesetzt worden sein.

Aktuell gemessene Strahlung in Rekordhöhe

Ein Roboter soll außerdem am Samstag eine Strahlendosis von bis zu 4000 Millisievert pro Stunde gemessen haben, was der höchste bisher im Reaktor gemessene Wert wäre. Tepco hat mittlerweile angegeben, dass die Wasserstoffexplosion, die den Reaktor beschädigte, auf einen Konstruktionsfehler zurückzuführen sei. Ein nicht funktionierendes Ventil sei der Grund dafür, dass Abluft wieder in den Reaktor zurückgeleitet wurde. Da andere Atomkraftwerke mit der gleichen Technik ausgestattet seien, müsse man nun genaue Überprüfungen durchführen.