Fukushima

Japan: 45 Tonnen verstrahltes Wasser ausgetreten

Aus einer Reinigungsanlage im japanischen Atomkraftwerk Fukushima sind einem Bericht zufolge mindestens 45 Tonnen radioaktiv belastetes Wasser ausgetreten. Laut der Betreiberfirma Tepco könnte einiges davon auch den Pazifik erreicht haben. Eigentlich wollte die Firma das havarierte Kraftwerk bis Ende des Jahres unter Kontrolle gebracht haben.

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Tokio (red) - Nach einem Statement von Tepco, auf das die New York Times verweist, haben Arbeiter am Sonntag festegestellt, dass sich in der Nähe einer Reinigungsanlage radioaktives Wasser sammelte. Bei einer Überprüfung am Samstag habe man noch nichts von einem Leck bemerkt.

Hohe Strontiumwerte bei ausgetretenem Wasser

Nachdem man das Austreten des Wasser gestoppt hatte, stellte man später fest, dass das Wasser durch Risse in der Betonwand sickerte und einen Abfluss außerhalb des Gebäudes erreichte. Anscheinend war das Wasser bereits von radioaktivem Cäsium gereinigt, aber die Strontiumwerte lägen noch eine Million mal über den gesetzlichen Grenzwerten. Insgesamt seien bereits über 220 Tonnen radioaktiv belastetes Wasser ausgelaufen, so der Bericht weiter.

Seit dem Atomunfall versucht Tepco, den Reaktor mit Wasser zu kühlen. Die Reinigung Entsorgung dieses Wassers wird damit ebenfalls zum Problem. Medienberichten zufolge soll Tepco gegenwärtig auch eine erneute, kontrollierte Ableitung von schwach verstrahltem Wasser in den Pazifik prüfen.