Unterschriftensammlung

Ja zum deutschen Steinkohlebergbau

Bergleute des Bergwerks Walsum haben jetzt etwa 16 000 Unterschriften zur Rettung des deutschen Steinkohlebergbaus an den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement übergeben.

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Drei prall gefüllte Aktenordner mit über 16 000 Unterschriften übergaben Bergleute und Betriebsräte des Bergwerks Walsum sowie Vertreter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie gestern im Düsseldorfer Landtag an Ministerpräsident Wolfgang Clement. Unter der Überschrift "Ja zum deutschen Steinkohlenbergbau - Ja zu Rahmenbetriebsplänen" hatten die Vertreter der Duisburger Schachtanlage mehrere Wochen lang in der Bevölkerung für die heimische Kohle und den Erhalt von Arbeitsplätzen am Niederrhein geworben.

Clement sicherte den Bergleuten an Rhein und Ruhr seine Hilfe zu: "Die vielen Unterschriften zeigen, dass es nach wie vor eine große Unterstützung für den heimischen Steinkohlebergbau gibt. Das ist für Bergleute wie für die Politik gleichermaßen wichtig. Wir brauchen auch in Zukunft einen nationalen Energiesockel, um uns nicht völlig von Energieimporten abhängig zu machen. In der heutigen Zeit, in der die Sicherheit der Energieversorgung wichtiger denn je ist, liegt dies auf der Hand." Auch den hohen Stand der Bergbautechnik hob der Ministerpräsident hervor: "Nirgendwo auf der Welt wird die Kohle mit größerer Rücksicht auf die Umwelt abgebaut als bei uns. Nirgendwo gibt es eine bessere Förder- und Kraftwerkstechnik. Es geht darum, diese Technik, deren Weiterentwicklung von der heimischen Produktion abhängt, möglichst überall auf der Welt anzuwenden. Das wäre der beste Beitrag zum weltweiten Umwelt- und Klimaschutz."

Mehr als die Hälfte der über 16 000 Unterschriften stammt aus Kommunen, die der noch zu erörternde Rahmenbetriebsplan des Bergwerks Walsum einbezieht. Die Bedeutung der Arbeitsplätze die der Bergbau in der Zulieferindustrie sichert, unterstreichen knapp 3000 Unterschriften, die von dort Beschäftigten stammen.