Europa ist Hauptmotor

IWR: Weltweit 45 000-Megawatt-Offshore Windparks geplant

Offshore-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 45 000 Megawatt sind nach Berechnungen des IWR derzeit weltweit in Planung. Während Europa den Hauptmotor für die Entwicklung darstelle, führe Deutschland in der Länderrangliste vor Großbritannien und Schweden. Der Zeitpunkt der Realisierung sei jedoch noch unklar.

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Münster (red) - Nach einer Erhebung des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) und des Hamburger Beratungsunternehmens elexyr sind derzeit Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von 45 000 Megawatt rund um den Globus in der Planung.

"Das weltweite Investitionsvolumen dieser Windparkprojekte liegt bei aktuell knapp 70 Milliarden Euro", erläuterte Dr. Norbert Allnoch, Leiter des IWR und Schirmherr des Offshore Finance Circles (OFC). Hauptmotor der maritimen Windenergie-Entwicklung sei Europa. In der Länder-Rangliste führe Deutschland mit 28 000 Megawatt vor Großbritannien (10 000 Megawatt) und Schweden (2100 Megawatt). In Nordamerika seien dagegen erst Offshore-Windparks mit einer Leistung von 1300 Megawatt in Planung.

Wann die geplanten Offshore-Windparks in den nächsten Jahren und Jahrzehnten tatsächlich realisiert werden können, sei derzeit allerdings noch offen. "Wir befinden uns mit der maritimen Windtechnologie noch im Pionierstadium und erst müssen die großen Windkraftanlagen der Multi-Megawatt-Klasse ihre Zuverlässigkeit beweisen, bevor der Offshore-Markt so richtig durchstarten kann", beschreibt Allnoch die aktuelle Situation. Bisher seien erste maritime Windparks mit einer Leistung von 600 Megawatt errichtet worden, hauptsächlich im Nachbarland Dänemark.