IPCC-Bericht: Klimawandel kann nur durch intelligentes und dauerhaftes Umsteuern gemildert werden

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Nur rasches, intelligentes und dauerhaftes Umsteuern kann die Folgen des vom Menschen verursachten Klimawandels mildern. Zu diesem Ergebnis kommen die Wissenschaftler des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimafragen der Vereinten Nationen (IPCC) im dritten Teil ihres Sachstandsberichts, der heute in der ghanaischen Hauptstadt Accra vorgelegt wurde. Bereits in den beiden ersten Berichtsteilen im Januar und Februar hatte der IPCC darauf hingewiesen, dass globaler Klimawandel und dessen Folgen bereits spürbar seien und dass sich die Situation im 21. Jahrhundert noch verschärfen werde.


Bundesumweltminister Jürgen Trittin sagte, wenn die weltweite Staatengemeinschaft nicht rasch handele, würden die Folgen umso drastischer ausfallen: "Wir dürfen nicht zulassen, dass die in Den Haag im November 2000 unterbrochene Klimakonferenz zum Menetekel wird. Die Fortsetzung der Konferenz im Juli 2001 in Bonn muss die Tür zu einem nachdrücklichen Umsteuern aufstoßen. Das Kioto-Protokoll muss sehr schnell völkerrechtlich verbindlich werden. Wir wollen, dass es im Jahr 2002 in Kraft tritt." Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz, nachhaltige Strategien im Umgang mit Ressourcen sowie intelligente und effiziente Minderungstechniken haben sich nach Ansicht der IPCC-Experten seit dem zweiten Sachstandsbericht von 1996 deutlicher herauskristallisiert. Viele der technischen und ökonomischen Optionen können dabei kostenfrei oder sogar mit wirtschaftlichem Gewinn realisiert werden. Bundesumweltminister Trittin: "Dies darf aber nicht die alleinige Reaktion auf die negativen Klimafolgen sein. Vielleicht noch wichtiger ist, dass die Menschen auch in den Industriestaaten dauerhaft ihre Verhaltens- und Verbrauchsmuster ändern."