Guter Weg

Internationale Energieagentur würdigt deutsche Energiepolitik

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat heute in Berlin ihren diesjährigen Prüfbericht zur deutschen Energiepolitik vorgestellt. Darin würdigt sie die Leistungen bei der Minderung der Treibhausgasemissionen. Laut Bericht ist Deutschland im Jahr 2000 etwa zwei Prozentpunkte von seiner Zielvorgabe für das Jahr entfernt gewesen.

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In der heutigen Pressekonferenz hat die Internationale Energieagentur (IEA) ihren diesjährigen Prüfbericht zur deutschen Energiepolitik vorgestellt. Die IEA würdigt Deutschlands Leistungen bei der Minderung seiner Treibhausgasemissionen und ist zuversichtlich, dass die Ziele im Rahmen des im April 2002 ratifizierten Kyoto-Protokolls erfüllt werden können.

Laut Bericht ist Deutschland im Jahr 2000 etwa zwei Prozentpunkte von seiner Zielvorgabe für das Jahr im Rahmen der EU-Lastenteilungsvereinbarung entfernt gewesen, und zwischen 1990 und 2000 hätte die Bundesrepublik den "Löwenanteil" zur Emissionsreduktion in der Europäischen Union beigesteuert. Das weitere Ziel der Bundesregierung, die Kohlendioxid-Emissionen gegenüber dem Stand von 1990 um 25 Prozent bis zum Jahr 2005 zu verringern, sieht die IEA als sehr ehrgeizig an. Wir freuen uns über das Lob der IEA für die Erfolge bei der Minderung der Treibhausgasemissionen", kommentierte der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Wolfgang Clement. "Die Empfehlungen der IEA für andere Gebiete nehmen wir aber genauso ernst. Verschiedener Meinung sind wir allein bei den Kohlehilfen, deren Abschaffung die IEA binnen klarer Fristen fordert. Die Bundesregierung steht Punkt für Punkt zu den getroffenen Kohle-Beschlüssen."

Die Internationale Energieagentur führt im Vierjahresturnus eine vertiefte Prüfung der Energiepolitik ihrer Mitgliedstaaten durch. Maßstab sind die 1993 verabschiedeten "Gemeinsamen Ziele", zu denen Diversifizierung der Energieversorgung, solidarisches Handeln in Krisensituationen, aber auch die umweltverträgliche und rationelle Energieverwendung gehören.