Strom-News
MöglichkeitenInteressanter Nebeneffekt: Die ab kommendem Jahr in Neubauten vorgeschriebenen intelligenten Stromzähler bieten den Versorgern auch die Möglichkeit, gegen säumige Zahler vorzugehen. Dann werde nur noch Strom für das Nötigste durchgelassen, hieß es.
Berlin (afp/red) - Ihre Messgeräte könnten mit einer Leistungsbegrenzung ausgestattet werden, berichtete der "Tagesspiegel am Sonntag" unter Berufung auf den Versorger RWE. "Für Kühlschrank und Telefon käme noch genug Strom, für den Fernseher aber nicht", hieß es demnach bei RWE.
Mit einem intelligenten Stromzähler lässt sich der Stromverbrauch am heimischen Computer in Echtzeit verfolgen. Eine Software rechnet Verbrauch und mögliche Sparpotenziale auf Monat oder Jahr hoch. Die Installation kostet etwa beim Stromanbieter Yello 79 Euro. Hinzu kommen monatliche Gebühren von bis zu sechs Euro.
(Foto / Abb.: tommyS / www.pixelio.de)
Wie die Zeitung weiter berichtet, sind die Messgeräte der verschiedenen Energiekonzerne untereinander nicht kompatibel. Wechselt man den Anbieter, müssen neue Zähler installiert werden. "Der Austausch der Technik würde auch für die Kunden teuer werden", sagte Vattenfall-Techniker Uwe Dahne.
Hinzu kommt, dass offenbar weniger Arbeit im Außendienst und in der Verwaltung der Energiekonzerne anfällt. "Durch die Einführung der neuen Zähler werden bundesweit bis zu 6000 Arbeitsplätze wegfallen", sagte Sven Bergelin, Energie-Experte bei Verdi, dem Tagesspiegel.
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High-Tech-Geräte verbrauchen in Deutschland bereits mehr als ein Zehntel des gesamten Stroms. Im Jahr 2007 benötigten Computer, Fernseher und andere Geräte 55 Milliarden Kilowattstunden, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mitteilte.
Als erster Stromanbieter in Deutschland bietet Yello bundesweit intelligente Stromzähler an. Dank einer Kooperation mit Google können Kunden, die einen sogenannten Sparzähler haben, ihren Stromverbrauch mit einem Google Gadget nun auf der Google Startseite im Auge behalten.
Wegen der Wirtschaftskrise wird der weltweite Strombedarf 2009 erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg sinken. Die Internationale Energieagentur IEA gehe von einem Nachfragerückgang um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus, sagte ihr Chefvolkswirt Fatih Birol der Nachrichtenagentur AFP in Paris.
Digitale Stromzähler - auch als intelligente Zähler bekannt - erfreuen sich großer Beliebtheit, wenn ein Kunde erst einmal aufgeklärt ist. Diese neuen Zähler machen den Stromverbrauch transparenter. Allerdings können viele Verbraucher mit den Begriffen "intelligente Stromzähler" oder "Smart Metering" nichts anfangen.
Pro Suchanfrage bei Google wird umgerechnet eine CO2-Emission im Milligrammbereich verursacht. Im Einzelfall erscheint das natürlich wenig, aber wenn man bedenkt, dass allein im März in den USA neun Milliarden Suchanfragen gezählt wurden, entsteht doch ein enormer CO2-Ausstoß.Strompreise vergleichen
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