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25.11.2009, 12:18 Uhr

Strom-News

Ungenutztes Potential

Intelligente Stromzähler für Stromversorger scheinbar uninteressant

Die neuen, intelligenten Stromzähler setzen sich bei den Energieversorgern wegen der Kosten nicht durch. Obwohl besonders durch die neue Technologie neue Kunden gewonnen werden könnten, scheuen die Unternehmen die hohen Investitionskosten.

Hamburg (red) - Ab Januar 2010 gilt die Pflicht zum Einbau elektronischer Zähler in Neubauten und nach grundlegenden Renovierungen. Bis 2015 soll jeder zweite deutsche Haushalt mit den innovativen Zählern ausgestattet sein, um so seinen Energieverbrauch selbst zu kontrollieren. Damit die intelligenten Stromzähler ein Erfolg werden, müssen die Versorger die Stromkunden besser informieren und zugleich attraktive Anreize zum Energiesparen entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Markteinschätzung von Steria Mummert Consulting.

Kaum Resonanz bei den Stromversorgern

Bisher reagiert die große Mehrheit der Energieversorger eher abwartend und zielt darauf ab, möglichst Lösungen anzubieten, die gerade einmal die Mindestanforderungen des Gesetzgebers erfüllen und wenig kosten. Nur Wenige entwickelt Produkte zur zeitlichen Steuerung oder um den Verbrauchern Anreize zu geben, ihre Energiekosten zu senken.

Der Grund für die Zurückhaltung der Versorger ist der Zweifel am Nutzen des Smart Meterings für das eigene Unternehmen. Da die Investitionshöhen beträchtlich sind und auch nicht auf den Kunden abgewälzt werden können, tendieren Versorger zu Minimallösungen, so die Marktforscher. Doch damit denken einige Unternehmen zu kurzfristig, so Hagen Förster von der Steria Mummert Consulting. Erstens zeigte die Erfahrung, dass der Gesetzgeber einschränkende Vorgaben beschlöße, wenn die angestrebten Ziele nicht erreicht werden. Und zweitens böte sich für die Unternehmen die Möglichkeit, mit innovativen Modellen im Wettbewerb zu punkten.

Neues Potential auch für kleinere Unternehmen

Es gilt also für die Versorger, schnell zu handeln. Vor allem für Stadtwerke und kleinere Unternehmen empfielt es sich aus Kostengründen das Smart Metering in Kooperation mit Partnern voranzutreiben. Die intelligenten Stromzähler lohnen sich nämlich dann besonders, wenn viel Kunden die neuen Zähler einbauen lassen und daraus neue Dienstleistungen entstehen.

Entscheidend für den Erfolg sind außerdem die Auswahl der Systeme. Voraussetzung für eine solches Projekt ist die Einführung einer standardisierten Technologie. Einzeltechnologien erscheinen zwar zunächst kostengünstiger, können aber beispielsweise die spätere spartenübergreifende Integration von Wasser- und Fernwärmezählern verteuern oder verhindern. Auch hier wird sich schon aus Losgrößenüberlegungen künftig Smart Metering durchsetzen.

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