Initiative pro Wettbewerb unterstützt Vorstoß von RWE Plus

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Die Initiative Pro Wettbewerb unterstützt die Forderung des Stromversorgers RWE Plus, die Netzbetreiber dahingehend zu verpflichten, die Verbändevereinbarung II (VV II) eindeutig und zum Wohle des Kunden auszulegen (das strom magazin berichtete, bitte lesen Sie hier). Dr. Henning Borchers, Gründungsmitglied der Initiative Pro Wettbewerb: "Wir teilen die Auffassung von RWE Plus. Seit langem reklamieren wir die Vorgehensweise mancher Netzbetreiber und begrüßen daher ausdrücklich den Schritt von RWE Plus, gegen Energieversorgungsunternehmen, die Kundenwünsche offenbar ignorieren, notfalls auch gerichtlich vorzugehen."


Die Initiative pro Wettbewerb kritisiere seit längerem die Auslegung der Verbändevereinbarung durch den Verband kommunaler Unternehmen, so Borchers weiter. Die VV II ließe in vielen Bereichen einen breiten Interpretationsspielraum zu. So gebe es unterschiedliche Auffassungen in der Frage, ob der Endkunde die Nutzung des Netzes beim örtlichen Netzbetreiber getrennt von der Stromlieferung einkaufen muss. Ist dies der Fall, so muss der Kunde immer zwei Verträge abschließen, und er erhält außerdem immer zwei Rechnungen für den Strom und für die Netznutzung. Wie auch RWE Plus setzt sich die Initiative Pro Wettbewerb dafür ein, dass der Kunde lediglich einen Vertrag unterzeichnen soll, den sogenannten all-inclusive-Vertrag, der in den meisten Fällen von den neuen Anbietern mit den Kunden abgeschlossen wird. Borchers abschließend: "Alles andere erschwert den Wechsel des Stromlieferanten und ist für den Kunden äußerst verwirrend."