Endlich!

Initiative Pro Wettbewerb begrüßt Tatenankündigung des Bundeskartellamtes

Gestern hat das Bundeskartellamt die Vorgehensweise gegen überhöhte Netznutzungsentgelte bekannt gegeben. Die Initiative "Pro Wettbewerb" ist begeistert.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com
Dem jetzt vorgelegten Bericht der Kartellbehörden über die Behinderungspraktiken vieler deutscher Netzbetreiber (das strom magazin berichtete, bitte lesen Sie hier) stimmt die Initiative Pro Wettbewerb in allen Punkten zu. "Dies ist ein Meilenstein für den Liberalisierungsprozess des Strommarktes in Deutschland", freut sich Heiko von Tschischwitz Geschäftsführer vom Hamburger Ökostromanbieter LichtBlick. "Die vielfältigen Begründungen der Netzbetreiber, mit denen sie ihre Vorgehensweise immer wieder versuchen zu rechtfertigen, fallen mit diesem Bericht und der darin enthaltenen rechtlichen Bewertung wie ein Kartenhaus zusammen. Dies ist eine weitere Niederlage für die Lobbyverbände der Netzbetreiber wie VDEW und VKU."


Die von den drei neuen Stromversorgungsunternehmen best energy, LichtBlick und Yello getragene Initiative Pro Wettbewerb sieht sich mit dem jetzt vorgelegten Bericht in Ihrer Arbeit bestätigt. "Seit Monaten dokumentieren wir Schritt für Schritt jeden Rechtsbruch und jede Diskriminierung durch die Netzbetreiber. Das parallele Vorgehen, gegen das missbräuchliche Verhalten der Netzbetreiber zivilrechtlich vorzugehen und eng mit den Kartellbehörden zusammenzuarbeiten, zeigt jetzt Früchte. Das Bundeskartellamt trägt praktisch alle von uns vertretenen Positionen", zeigt sich auch Dr. Hennig Borchers, Geschäftsführer von best energy, zufrieden. "Der jetzt vorgelegte Bericht zeigt, wie unzureichend die Rahmenbedingungen im Markt derzeit sind. Wir brauchen deshalb rechtlich verbindliche Rahmenbedingungen und eine schlagkräftige und personell hinreichend ausgestattete Kontrollinstanz", so Borchers weiter.