Kostenloser Energiecheck

Initiative "Haus sanieren - profitieren" startet in NRW

Besitzer von Ein- oder Zweifamilienhäusern können in NRW ab sofort einen kostenlosen Energie-Check für ihre Immobilien vornehmen lassen. Nach einer erfolgreichen Pilotphase bieten die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und das Handwerk ihre Kampagne "Haus sanieren - profitieren" jetzt landesweit an.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Bislang stehen schon über 1400 Handwerker für den unverbindlichen Energie-Check zur Verfügung, wie Markus Große Ophoff vom DBU mitteilte. Ziel von "Haus sanieren - profitieren" sei es, Hausbesitzer zu motivieren, ihre Immobilien fit für die Zukunft zu machen. "Von den rund 15 Millionen Ein- und Zweifamilienhäusern in Deutschland sind etwa zwölf Millionen vor 1984 gebaut worden und zu großen Teilen sanierungsbedürftig. Es ist höchste Zeit, dass wir uns verstärkt um Gebäude im Bestand kümmern", sagte Große Ophoff.

Schon heute verbrauche eine Durchschnittsfamilie 80 Prozent ihrer Energie im Haushalt fürs Heizen - bei weiter steigenden Kosten. Mit zusätzlichen Dämmungen, neuen Fenstern oder einer modernen Heizungsanlage lasse sich das ändern.

"Mit der energetischen Gebäudesanierung gelingt die Synthese von Ökonomie und Ökologie - Geldbeutel und Umwelt profitieren", betonte Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU). "Gerade die stark steigenden Energiepreise zwingen zum Handeln. Die jetzt gestartete Aktion 'Haus sanieren - profitieren' fügt sich hervorragend in unsere Gemeinschaftsaktion 'Gebäudesanierung NRW - Mein Haus spart' ein", erklärte die Ministerin.

Die landesweite Initiative bündelt alle wichtigen Beratungs- und Informationsangebote, die Hausbesitzer bei der Planung und Umsetzung von energetischen Sanierungsmaßnahmen unterstützen. "Unsere kostenlose Erstberatung ersetzt nicht ein ausführliches Energiegutachten, in dem ein Maßnahmenpaket geschnürt und Kosten abgeschätzt werden", erläuterte Große Ophoff.

Die Grünen in Landtag fordern eine deutlich verbesserte Förderung von Gebäudesanierungen durch Zuschüsse des Landes und Zinsvergünstigungen. "Die von der Landesregierung angestrebte Sanierungsquote von drei Prozent bedeutet Investitionen von drei Milliarden Euro in NRW jährlich", erklärte der energiepolitische Sprecher Reiner Priggen. Dieses Ziel sei nicht zu erreichen, wenn die Landesregierung nicht bereit ist, sich selbst mit Kreditprogrammen zu engagieren.

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