Entwicklung

Initiative für leichte und günstige Solarzellen gestartet

Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) hat zusammen mit der Wirtschaft eine millionenschwere Initiative zur Entwicklung leichter und günstiger Solarzellen gestartet. So genannte organische Solarzellen sollen dünn und transparent wie Folie sein, um beispielsweise auch auf Fenstern Strom zu erzeugen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Frankfurt/Main (ddp.djn/sm) - "Die neue Generation von organischen Solarzellen kann nicht nur ein Beitrag zum Umweltschutz in Zeiten des Klimawandels sein. Sie birgt auch hohes wirtschaftliches Potenzial", sagte Schavan gestern in Frankfurt am Main. Zusammen mit den Unternehmen BASF, Bosch, Merck und Schott würden in den kommenden Jahren 360 Millionen Euro bereit gestellt.

Im Unterschied zu herkömmlichen Solarzellen sollen so genannte organische Solarzellen den Angaben zufolge biegsam, dünn und transparent wie eine Folie sein. So eigneten sie sich beispielsweise für den Einsatz zur Stromversorgung von Mobiltelefonen. Angestrebt werde auch der Einsatz von organischen Solarzellen in der Bauindustrie, wo sie künftig auf Dächern, Fassaden oder sogar Fenstern Strom erzeugen könnten. Voraussetzung für solche Anwendungen seien deutlich bessere Wirkungsgrade, eine wesentlich höhere Lebensdauer der Bauelemente sowie geringere Herstellungskosten. Insbesondere hier bestehe Forschungsbedarf, betonte die Ministerin.