Stillschweigen

Inhalte des Energiegipfels bleiben im Dunkeln

Dass sich die Chefs der vier größten deutschen Energiekonzerne gestern abend in Berlin mit Bundeskanzler Schröder getroffen haben, steht fest. Worüber sie allerdings geredet haben, bleibt weiterhin im Dunkeln. Während Umweltminister Trittin nicht eingeladen war, nahmen Wirtschaftsminister Clement und Gewerkschaftschef Schmoldt an der Gesprächsrunde teil.

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Gut drei Stunden hat sich Bundeskanzler Gerhard Schröder gestern abend in Berlin mit den Energiemanagern Klaus Rauscher (Vattenfall Europe), Wulf Bernotat (E.ON), Harry Roels (RWE) und Utz Claassen (EnBW) über aktuelle Energiefragen unterhalten. Vornehmlich sollte dieses Treffen dem Kennenlernen dienen, da Roels, Claassen und Bernotat die Vorstandsposten erst seit einigen Wochen inne haben. Über weitere Ergebnisse wurde nichts bekannt.

Die Energiemanager werden dem Bundeskanzler vermutlich ihre Positionen zu Kohlesubventionen und Emissionshandel deutlich gemacht haben, sicherlich ging es auch um die geplante Regulierungsbehörde für den deutschen Energiemarkt. Während Umweltminister Jürgen Trittin nicht eingeladen war, wohnten Wirtschaftsminister Wolfgang Clement und Gewerkschaftsboss Hubertus Schmoldt der Gesprächsrunde bei.

Zuvor hatte Schröder eine größere Energierunde in nächster Zeit angekündigt, nach der dann auch Ergebnisse präsentiert würden.