Für Bürgerfragen

Infostelle zum geplanten Atommüll-Endlager "Schacht Konrad" eröffnet

In Salzgitter ist heute ein Informations- und Bürgerbüro zum geplanten Atommüll-Endlager "Schacht Konrad" eröffnet worden. "Wir haben festgestellt, dass es einen Informationsbedarf bei den Bürgern gibt und dem tragen wir mit der Infostelle Rechnung", sagte ein Sprecher des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS).

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Salzgitter (ddp-nrd/sm) - Mit einer Informationsveranstaltung nahm das Büro um 11.00 Uhr in der Fußgängerzone von Salzgitter-Lebenstedt seine Arbeit auf. Anhand von Infotafeln und Modellen soll dort künftig über das Projekt informiert werden. Leiter der Infostelle ist der frühere Sprecher der niedersächsischen Landesregierung, Michael Linkersdörfer.

Das frühere Eisenerzbergwerk "Schacht Konrad" soll in ein Atommüll-Endlager umgebaut werden. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2013 geplant. In dem Bergwerk können bis zu 303.000 Kubikmeter radioaktive Abfälle eingelagert werden. Bis zum Jahr 2080 soll den Planungen zufolge Atommüll eingelagert werden, dann soll der Schacht versiegelt werden. Hoch radioaktiver Müll wie abgebrannte Brennstäbe aus Atomkraftwerken darf in chacht Konrad nicht gelagert werden.

Gegen das geplante Endlager hatte die Stadt Salzgitter Verfassungsbeschwerde eingelegt, war damit aber beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gescheitert.