Mehr Transparenz

Infostelle zum Atommülllager Asse eingerichtet

Das Bundesumweltministerium richtet im niedersächsischen Remlingen in unmittelbarer Nähe zum umstrittenen Atommülllager Asse eine Informationsstelle für Anwohner ein. Dort werde laufend über die Arbeiten zur Schließung der Schachtanlage informiert, sagte Bundesumweltminister Gabriel am Sonntag in Berlin.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die Infostelle werde vom Bundesamt für Strahlenschutz betrieben, das ab Januar Betreiber der Anlage ist. Außerdem werde ein mobiles Informationszentrum zu Asse eingerichtet, das in der Region unterwegs sein werde. Mit einem Höchstmaß an Transparenz solle verlorengegangenes Vertrauen wiedergewonnen werden, sagte Gabriel.

Das Bundesamt für Strahlenschutz übernimmt den Betrieb des Atommülllagers vom Helmholtz Zentrum München. Damit sollen die Voraussetzungen für eine sichere und zügige Stilllegung der Schachtanlage geschaffen werden. In dem Forschungsbergwerk Asse lagern mehr als 125.000 Fässer mit leicht- und mittelradioaktivem Atommüll. In einer Untersuchung war radioaktive Salzlauge festgestellt worden, die die zulässigen Grenzwerte mehrfach überschreitet. Das Schließungskonzept für das Bergwerk sieht eine Flutung der Anlage vor.