Großkunden

Industrieunternehmen setzen verstärkt auf "sauberen" Strom

Die NaturEnergie AG ist der festen Überzeugung, dass auch Dienstleistungs- und Industrieunternehmen zunehmend auf umweltfreundlich erzeugten Strom zurückgreifen werden. Schon jetzt beliefert das Unternehmen Kunden wie Tchibo, Hipp, British American Tobacco, Ricosta oder AlnaturA. Gute Gründe: Öko-Strom ist gut fürs Image und bei der Öko-Zertifizierung.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Grüner Strom ist dabei, sich bei Dienstleistungs- und Industrieunternehmen zu etablieren - davon ist zumindest die NaturEnergie AG, ihres Zeichens Marktführer in Sachen Öko-Strom, nach Auswertung des abgelaufenen Geschäftsjahres überzeugt. Das südbadische Unternehmen verzeichnet eigenen Angaben zufolge bei den Großkunden eine rasante Zunahme. "Der Wechsel des Stromanbieters ist bei Unternehmen inzwischen Routine und sie haben, im Gegensatz zu Privatkunden, nicht nur einen ideellen, sondern auch einen direkten Nutzen von Grünem Strom", so Andreas Fußer, Vorstand der NaturEnergie AG. Zu den Vorteilen gehörten Kommunikations- und Werbemöglichkeiten, aber auch die Anrechenbarkeit der Kohlendioxideinsparung gegenüber konventionellem Strom bei der Öko-Zertifizierung von Unternehmen.

Der Verkauf von Ökostrom durch die NaturEnergie AG an Unternehmen und Kirchen hat im vergangenen Jahr bereits den Absatz an Haushalts- und Gewerbekunden übertroffen. Insgesamt konnte der Grünstromanbieter rund 30 größere Unternehmen mit einem Jahresstromverbrauch von 80 Millionen Kilowattstunden (kWh) unter Vertrag nehmen. "Gegenüber konventionellen Stromunternehmen ist das noch nicht viel. Im Grünstrombereich markieren diese Daten den Beginn einer kleinen Revolution. Durch eine starke Marke mit hoher Glaubwürdigkeit hat die NaturEnergie eine gute Position im Wettbewerb erreicht", bilanziert Fußer den deutlichen Zuwachs.

Ökologisches Gesamtkonzept

Insgesamt hat die NaturEnergie drei Gruppen von Unternehmen identifiziert, die sich für regenerativ erzeugten Strom öffnen:

  • Unternehmen aus dem boomenden Bio-Markt, sowohl Erzeuger als auch Händler im Bereich Lebensmittel, Körperpflege und Kosmetik. Aber auch Markenartikler, für deren Produkte Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit eine wichtige Rolle spielen.
  • Qualitätsorientierte konventionelle Unternehmen, mit einem eigenen Umweltmanagement, Öko-Zertifikaten und einer intensiven öffentlichen Berichterstattung in diesem Bereich.
  • Filialunternehmen, für die neben der ökologischen Komponente die Abrechnungs- und Servicekompetenz des Stromlieferanten eine entscheidende Rolle spielt.

Zu der ersten Gruppe der qualitätsorientierten Unternehmen, die hochwertige und umweltfreundlich hergestellte Produkte verkaufen, gehört beispielsweise das Handelsunternehmen AlnaturA, das 15 Bio-Supermärkte betreibt und außerdem mit seinen Produkten bei Handelspartnern präsent ist. AlnaturA wird ab Januar von NaturEnergie mit sauberem Strom aus heimischer Wasserkraft beliefert. Die Strommenge wird pro Jahr rund 2,8 Gigawattstunden (GWh) betragen. Auch der führende deutsche Babynahrungshersteller HIPP kauft jährlich rund 6,7 GWh Grünstrom für die Produktion seiner Bio-Waren ein - das entspricht übrigens dem Verbrauch von weit über 2.000 Privathaushalten.

Stakeholder-Dialog und Umweltmanagement-Systeme

Zu den Neukunden der NaturEnergie ab 1. Januar 2004 gehört die Deutschlandzentrale von British American Tobacco (BAT, u.a. Lucky Strike, Pall Mall, Gauloises, HB, Lord) in Hamburg. BAT zeichnet sich durch einen intensiven und zertifizierten Stakeholder-Dialog, also der Kommunikation mit Interessengruppen aus dem gesellschaftlichen Raum aus, der in einem umfangreichen Social Reporting Jahr für Jahr dokumentiert wird.

BAT wird darüber hinaus nach der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001 und der Umweltmanagementnorm 14001 zertifiziert und erhielt 2003 den "Environmental Excellence Award" der internationalen BAT-Gruppe, unter anderem für anhaltend gute Kennzahlen etwa beim Wasser- und Energieverbrauch. Der Bezug von Strom aus erneuerbaren Quellen, der zu hundert Prozent ohne Kohlendioxid-Emissionen und ohne Schadgase produziert wird, findet Anerkennung in den aufgeführten Zertifizierungsprozessen, die eine stetige und quantifizierbare Verbesserung des Umweltprofils zum Ziel haben.

Zur Gruppe der Unternehmenskunden gehörden des weiteren auch der Zahnpflegemittelhersteller GABA (Elmex und Aronal), der Kinderschuhproduzent Ricosta und der Schreibgerätehersteller Schneider. Neu hinzugekommen sind der Weltmarktführer im Bereich Mineralfarben, die Firma "Keimfarben", und die Sto AG, Weltmarktführer im Bereich Fassadendämmung.

Sauberer Strom mit hohem Service

Die TUI AG, Deutschlands größter Anbieter im Reise- und Touristikmarkt, wird seit Sommer mit insgesamt 680 Reisebüros von NaturEnergie versorgt. Die vereinbarte Liefermenge beträgt mehr als zehn Gigawattstunden pro Jahr, was etwa dem jährlichen Stromverbrauch von 3000 Haushalten entspricht. Die TUI überzeugte unter anderem das moderne Abrechnungssystem der NaturEnergie. Sogenannte Multi-Site-Kunden stellen dabei hohe Anforderung an Betreuungs- und Abrechnungskompetenz. Die unterschiedlichen Standorte mit unterschiedlichen Stromabnahme- und Leistungsprofilen bedingen Verträge und definierte Abwicklungsprozesse mit vielen unterschiedlichen Stromnetzbetreibern.

Reibungslose Durchleitung

Gerade für Unternehmen mit vielen Filialen ist es wichtig, dass ihr Stromversorger überall hin liefern kann. Die NaturEnergie AG war der erste Stromhändler, der bereits 2001 in der Lage war, die neuen Bundesländer mit Grünstrom zu versorgen. Seit Januar 2002 beliefert der südbadische Grünstromanbieter die 54 ostdeutschen Filialen der Tchibo-Frisch-Röst-Kaffee GmbH. Bei Tchibo arbeitet die NaturEnergie AG eng mit ihrer Schwestergesellschaft Watt Deutschland GmbH zusammen. Diese versorgt die westdeutschen Tchibo-Filialen. Tchibo bezieht jährlich rund 1,6 Gigawattstunden sauberen NaturEnergie-Strom.

Öko-Audit-Verordnung belohnt Grünstrombezug

Industrieunternehmen können mit ihren großen Stromabnahmemengen einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele leisten. Ein mittleres Unternehmen verbraucht im Jahr eine Million Kilowattstunden Strom, was 330 Haushalten entspricht. Wenn das Unternehmen zu hundert Prozent Grünstrom nutzt, reduziert sich der Kohlendioxid-Ausstoß dadurch um 590 Tonnen im Jahr. Daher wird der Bezug von Grünstrom als Verbesserung der Umweltleistung für die Zertifizierung eines Unternehmens nach der Öko-Audit-Verordnung (EMAS) beziehungsweise der internationalen Norm EN ISO 14001 anerkannt. Die Betriebe können zudem damit werben, sauberen Strom zu beziehen und so ihr Image bei ihren Kunden verbessern und gegenüber Mitarbeitern, Anteilseignern und Lieferanten ihr Verantwortungsbewusstsein belegen.

Bei allen Vorteilen, die Grünstrom den Unternehmen bieten kann, muss am Ende auch der Preis stimmen, so Jochen Fischer, der Vertriebsverantwortliche für NaturEnergie-Großkunden: "Wir müssen nicht der billigste Anbieter sein. Unternehmen honorieren die ökologische Qualität, schätzen die hohe Abrechnungs- und Abwicklungskompetenz sowie die hohe Flexibilität unserer Leistungserbringung. Aber die Mehrkosten müssen sich in einem engen Rahmen halten und wir müssen scharf kalkulieren".

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