VIK-Strompreisuntersuchung

Industriestrompreise seit 2000 um bis zu 27 Prozent gestiegen

Einer Strompreisuntersuchung des Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) zufolge, müssen Industriekunden mit einem hohen Stromverbrauch in diesem Jahr fast 30 Prozent mehr für ihren Stromverbrauch zahlen als noch vor vier Jahren.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Die größten Stromkunden - mit einem Stromeinsatz von mehr als 100 Millionen Kilowattstunden im Jahr - zahlen derzeit durchschnittlich netto 4,19 Cent pro Kilowattstunde Strom. Das ist das Ergebnis einer Strompreisuntersuchung bei Industrie und Gewerbe des Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK).

Dies entspreche einem Preisanstieg von 2000 bis 2004 um durchschnittlich 27 Prozent. Bei Kunden mit etwas geringerem Strombedarf habe der Preisanstieg im selben Zeitraum "nur" bei elf Prozent gelegen. Diese Verbraucher mit einem Strombedarf zwischen 50 und 100 Millionen Kilowattstunden im Jahr zahlen derzeit durchschnittlich 3,97 Cent netto pro Kilowattstunde. Einzelfälle zeigten aber auch Strompreiserhöhungen von über 20 Prozent allein von 2003 bis 2004.

Aus Sicht des VIK, der die Interessen der industriellen und gewerblichen Energiekunden vertritt und seine Mitglieder auch bei Energieliefervertragsverhandlungen berät, würden derzeit noch zu wenige Stromkunden getrennte Netznutzungs- und Stromlieferverträge abschließen. Nur eine solche Trennung erlaube den Kunden aber im Fall des Falles tatsächlich, den Stromlieferanten zügig wechseln zu können. Daher sollte bei aktuellen Vertragsverhandlungen auch immer eine Vertragsaufsplittung geprüft werden.