Rückblick

Industrie verbrauchte 2013 weniger Energie

Der Energieverbrauch der deutschen Industrie ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr etwas gesunken, so die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Die wichtigste Energiequelle war mit 27 Prozent das Gas, der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien blieb mit 3,2 Prozent niedrig.

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Wiesbaden (dpa/red) - Die deutsche Industrie hat 2013 etwas weniger Energie verbraucht als ein Jahr zuvor. Die Menge sank um 1,8 Prozent auf 4,056 Trillionen Joule, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das waren knapp 30 Prozent des Gesamtverbrauch an Primärenergie von 13,828 Trillionen Joule. Eine Trillion ist eine 1 mit 18 Nullen dahinter.

Energie für chemische Produkte

16 Prozent der in der Industrie eingesetzten Primärenergie wurden nicht zur Energieerzeugung benutzt, sondern diente vor allem in der Chemie-Industrie als Grundstoff beispielsweise für Kunststoffe. Mit einem Anteil von 30 Prozent an der Gesamtmenge war die Chemie der größte Verbraucher. Allerdings wurden hier fast die Hälfte (44 Prozent) der eingesetzten Energieträger als Ausgangsstoff für chemische Produkte genutzt.

Erneuerbaren-Anteil bei 3,2 Prozent

Wichtigster Energieträger für die Industrie blieb mit einem gestiegenen Anteil von 27 Prozent das Gas vor Strom und Mineralöl mit jeweils rund 21 Prozent. Erneuerbare Energien außerhalb des genutzten Stroms spielen mit einem Anteil von 3,2 Prozent nur eine untergeordnete Rolle bei der Versorgung der erfassten rund 45.000 Betriebe mit mehr als 20 Mitarbeitern.

Für dieses Jahr erwartet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen vor allem wegen des milden Wetters den niedrigsten Gesamtenergieverbrauch in Deutschland seit der Wiedervereinigung. Mit rund 13.100 Petajoule werde der Verbrauch 2014 rund fünf Prozent geringer ausfallen als 2013, hatten die Experten am Dienstag berichtet.

Quelle: DPA